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Versicherungsbranche blickt trotz Stellenabbaus zuversichtlich in die Zukunft

05.10.2006
Trotz positiver Grundstimmung sinkt die Zahl der Arbeitsplätze in der Versicherungsbranche weiter. Fast 40 Prozent aller befragten Top-Entscheider erwarten, dass die Anzahl der Mitarbeiter in ihrem Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten weiter zurückgeht.

Eine positive Entwicklung in Sachen Arbeitsplätze sieht nur knapp jeder vierte Befragte. Dennoch hat sich insgesamt die Stimmungslage gegenüber dem zweiten Halbjahr 2005 weiter leicht verbessert. Das ergibt die aktuelle Studie "Insurance Trend" von Steria Mummert Consulting, die in Kooperation mit der Fachzeitschrift "Versicherungsmagazin", durchgeführt wurde.

Der Dreiländervergleich Deutschland, Österreich und Schweiz zeigt, dass die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen nicht überall negativ eingeschätzt wird. Die Fach- und Führungskräfte in der Schweiz rechnen mit einem Rückgang der Mitarbeiterzahlen. Auf der Skala kommen sie nur auf einen Mittelwert von minus 0,41. Nach Einschätzung der Experten sinkt die Anzahl der Mitarbeiter auch in Deutschland. Im Durchschnitt vergaben die Befragten hier minus 0,06 Indexpunkte. Insgesamt beträgt der Querschnitt minus 0,21 Indexzähler und liegt damit etwa auf dem gleichen Niveau wie im Herbst des Vorjahres.

Die Grundstimmung in der Versicherungsbranche im deutschsprachigen Raum bleibt insgesamt optimistisch und hat sich im Vergleich zum Herbst 2005 noch einmal deutlich verbessert. 60 Prozent der Befragten gaben sich im Mai 2006 zuversichtlich. Das sind im Vergleich zur Oktoberbefragung 2005 knapp 20 Prozent mehr. Im Lebensversicherungsgeschäft wie im Nicht-Lebensversicherungsgeschäft macht sich Optimismus breit. Insgesamt gehen 65,6 beziehungsweise 60 Prozent der Befragten für die nächsten sechs Monate von einer Verbesserung der Marktaussichten in diesem Geschäftsbereich aus. Das Vertrauen in das Ressort Krankenversicherung schwindet hingegen. Nur noch knapp 45 Prozent der Fach- und Führungskräfte glauben in diesem Geschäftsbereich an positive Marktentwicklungen im nächsten halben Jahr. Damit ist das Krankenversicherungsgeschäft in der Beurteilung der Experten seit dem Mai 2005 rückläufig.

Die positive Grundstimmung spiegelt sich in der Investitionstätigkeit wider. Die Aufwendungen für Informationstechnologie, Marketing und Kommunikation für Produktangebote legen im Vergleich zum Herbst deutlich zu. Besonders heben sich dabei die Investitionen für Informationstechnologien hervor.

Hintergrundinformationen

Die aktuelle "Insurance Trend"-Studie von Steria Mummert Consulting entstand im Mai 2006 in Kooperation mit der Fachzeitschrift "Versicherungsmagazin". Für die Studie wurden 140 Fach- und Führungskräfte aus der Versicherungsbranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Die "Insurance Trend"-Studie wird regelmäßig durchgeführt, um Branchentrends kontinuierlich erfassen zu können. Sie bildet das aktuelle Geschäftsklima ab. Als Schwerpunktthema wurde in dieser Umfrage "Organisation und Management des Vertriebes" untersucht.

Jörg Forthmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

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