Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachlässiger Umgang mit digitalen Fotos

25.09.2006
  • 10 Mill. Deutsche speichern Bilder ohne Sicherung nur auf ihrem PC
  • Insgesamt 2 Milliarden Digitalfotos pro Monat
  • BITKOM gibt Tipps für ein sicheres Speichern von Fotos
  • Jeden Monat werden in Deutschland rund zwei Milliarden digitale Fotos gemacht. Die Digitalfotografie hat hier zu Lande inzwischen mehr als 34 Millionen Anhänger. Allerdings speichern über 10 Millionen Nutzer ihre Bilder nur auf der Festplatte ihres Computers und knapp vier Millionen sogar ausschließlich auf der Speicherkarte ihrer Digitalkamera. Das ergab eine repräsentative Studie im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM).

    „Zwar wird die Qualität eines digitalen Bildes auch nach Jahrzehnten gleich sein, jedoch sollte jeder seine Daten richtig sichern, um sie auch in Zukunft finden und anschauen zu können“, empfiehlt Dr. Ralph Hintemann, BITKOM-Experte für Datensicherung und Speichertechnologien. Denn Daten und Datenträger können durch Unachtsamkeit, Viren, Brände und technische Weiterentwicklung verloren gehen oder unbrauchbar werden.

    Um die Sicherheit für Digitalfotos zu erhöhen, hat der BITKOM vier grundlegende Tipps zusammengestellt:

    ... mehr zu:
    »BITKOM »DVD »Datenträger »Festplatte

    1. Auf mehreren Medien speichern

    Grundsätzlich sollten die Dateien nicht nur auf einer einzigen Festplatte gespeichert werden. Es bietet sich an, die Bilder auf mehreren Festplatten in einem PC oder Netzwerk oder per USB-Schnittstelle auch auf einer externen Festplatte zu sichern.

    Außerdem sollten die Daten auf einem anderen Medium wie z.B. einer CD oder DVD abgelegt werden. Hierbei sind folgende Punkte zu beachten: Erstens sind Speichermedien nicht unbegrenzt haltbar. Die Haltbarkeit hängt in aller Regel erheblich von der Art der Lagerung ab. CD und DVD sollten trocken, kühl und ohne direkten Lichteinfluss aufbewahrt werden. Datenträger, die zur Sicherung dienen, sollten möglichst selten verwendet werden, da auch bei vorsichtiger Verwendung durch die mechanische Belastung die Lebensdauer verringert werden kann. Möchte man häufig auf die Bilder einer CD zugreifen, so sollte eine zweite Kopie gebrannt werden. Zweitens empfiehlt es sich, ein bis zweimal im Jahr die Lesbarkeit der Medien zu überprüfen. Drittens sollten deutlich vor Ende der erwarteten Haltbarkeit der Medien die Daten auf einen neuen Datenträger kopiert werden. Ist abzusehen, dass das verwendete Dateiformat veraltet, so kann gleichzeitig eine Konvertierung auf ein aktuelles Format erfolgen.

    2. Im Internet speichern

    Große Vorteile bietet das Speichern im Internet: In zentralen Rechenzentren können die Anbieter solcher Lösungen die Daten effektiv und nutzerfreundlich sichern und archivieren. Der Konsument braucht sich keine Gedanken über die Art und Weise zu machen, wo und auf welchen Medien er seine Bilder abspeichert. Zudem kann er von jedem Internetanschluss auf die Bilder zugreifen und diesen Zugriff auch anderen ermöglichen. Zusatzangebote wie z.B. digitale Fotoalben, Hilfen zur Fotoverwaltung oder die Einrichtung von Web-Communities zu bestimmten Themen runden diese Lösung ab.

    3. Ausdrucken

    Eine weitere Möglichkeit zur Fotosicherung ist auch der Ausdruck und die traditionelle Verwahrung in einem Fotoalbum. Dies ist sicher nur für ausgewählte Fotos sinnvoll. Zwar verspielt man die immens großen Vorteile der Digitalisierung, hat aber für den Fall der Fälle eine „Sicherungskopie“.

    4. Fotos wiederfinden

    Das (Wieder-)Finden von Fotos nach längerer Zeit ist oft schwierig. Daher sollten die Bilder schon beim Abspeichern mit Hinweisen versehen werden, die später das Finden erleichtern. Diese Informationen können beispielsweise im Dateinamen oder unter „Eigenschaften der Datei“ hinterlegt werden. Beispiele für solche Kriterien sind: Wann und wo wurde das Foto gemacht? Wer hat es gemacht? Was stellt das Foto dar? Was war der Anlass (z.B. Hochzeit, Urlaub, Firmenfeier)?

    Da sich digitale Bilder relativ leicht verändern lassen, kann es sich lohnen, die Original-Bilder generell schreibgeschützt abzuspeichern und nur Kopien von ihnen zu bearbeiten. Heute gibt es viele Programme, die dem Konsumenten beim Verwalten und Suchen von Fotos helfen.

    Ansprechpartner
    Marc Thylmann
    Pressesprecher
    Technologien & Dienste
    +49. 30. 27576-111
    Fax +49. 30. 27576-51-111
    m.thylmann@bitkom.org

    Dr. Ralph Hintemann
    Bereichsleiter
    IT-Infrastruktur, Endgeräte und -systeme
    +49. 30. 27576-20
    Fax +49. 30. 27576-51-250
    r.hintemann@bitkom.org
    Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. vertritt mehr als 1.000 Unternehmen, davon 800 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Gerätehersteller, Anbieter von Software, IT-Services, Telekommunikationsdiensten und Content. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

    Marc Thylmann | BITKOM
    Weitere Informationen:
    http://www.bitkom.org

    Weitere Berichte zu: BITKOM DVD Datenträger Festplatte

    Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

    nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
    02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

    nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
    18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

    Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

    Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

    Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

    Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

    Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

    Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

    Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

    Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

    Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

    Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

    Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

    Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

    Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

    Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

    Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

    Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

    Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

    Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

    Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

    Anzeige

    Anzeige

    IHR
    JOB & KARRIERE
    SERVICE
    im innovations-report
    in Kooperation mit academics
    Veranstaltungen

    Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

    02.12.2016 | Veranstaltungen

    Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

    01.12.2016 | Veranstaltungen

    Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

    01.12.2016 | Veranstaltungen

     
    VideoLinks
    B2B-VideoLinks
    Weitere VideoLinks >>>
    Aktuelle Beiträge

    Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

    02.12.2016 | Förderungen Preise

    Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

    02.12.2016 | Studien Analysen

    Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

    02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie