Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie zu den psychischen Effekten von Cannabis

11.09.2006
Universitätsklinik Bonn sucht Cannabis-Konsumenten

Für eine Studie zu den psychischen Effekten von Cannabis sucht das Universitätsklinikum Bonn Probanden. Teilnehmen können Männer und Frauen im Alter von 16 bis 35 Jahren, die regelmäßig Cannabis konsumieren. Die Forschungsgruppe möchte zudem feststellen, wie erfolgreich speziell auf Konsumenten dieser Substanz ausgerichtete Beratungsangebote sind.

Rund ein Zehntel aller Patienten, die eine Drogenberatung aufsuchen, geben mittlerweile cannabisbezogene Probleme als Hauptgrund für ihren Besuch an - Tendenz: steigend. Klassische Beratungs- und Behandlungsangebote richten sich aber vor allem an Konsumenten härterer Drogen und Alkoholabhängige. Auf dieses Klientel sind sie daher nicht unbedingt übertragbar. Häufig suchen Cannabis-Konsumenten daher nur dann Hilfe, wenn schwerwiegende psychische und soziale Probleme aufgetreten sind.

Im Rahmen der BMBF-geförderten Studie evaluieren die Wissenschaftler der Uniklinik Bonn daher ein neues Beratungsangebot, das gezielt "niedrigschwellig" ausgerichtet ist: Es soll vor allem Konsumenten ansprechen, die nicht unter gravierenden Beeinträchtigungen leiden, sich aber gerne näher informieren und beraten lassen möchten.

Ein weiteres Ziel der Studie besteht darin, etwaige Beeinträchtigungen der Betroffenen wie Konzentrations- und Gedächtnisprobleme näher zu charakterisieren. Außerdem wollen die Wissenschaftler herausfinden, welche Rolle Faktoren wie Konsumhäufigkeit und -menge oder das Einstiegsalter bei der Entstehung solcher Probleme spielen. Darum werden Teilnehmer neuropsychologisch untersucht und zu ihrem allgemeinen psychischen Befinden interviewt. Die Probanden werden über ihre Untersuchungsergebnisse informiert und auf Wunsch zu Veränderungsstrategien beraten. Das Beratungskonzept wurde von bisherigen Teilnehmern überwiegend sehr positiv aufgenommen.

Interessenten können sich unter der Telefonnummer 0228/2871-1130 oder 0228/2871-1201 mit dem Team der Fachambulanz für Raucherentwöhnung in Verbindung setzen. Alternativ ist das Team unter der E-Mail-Adresse Raucherambulanz@ukb.uni-bonn.de zu erreichen.

Frank Luerweg | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de/
http://www.meb.uni-bonn.de/psychiatrie/deutsch/forschung/ag/

Weitere Berichte zu: Beratungsangebot Cannabis Cannabis-Konsument Konsument

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie