Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

60 Prozent der Deutschen sind online

05.09.2006
"Silver Surfer" bringen meistes Wachstum

In Deutschland nutzen inzwischen knapp 60 Prozent der Bevölkerung das Internet. Wie eine aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt, stieg der Anteil der User im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf insgesamt 59,5 Prozent an. Das bedeutet, dass derzeit etwa 38,6 Mio. deutsche Erwachsene online sind. Im Zuge der Untersuchung, die bereits zum zehnten Mal durchgeführt wurde, haben die öffentlich-rechtlichen TV-Sender 1.820 Personen befragt. Demnach kamen im vergangenen Jahr rund 1,1 Mio. neue Internetnutzer hinzu. Das größte Wachstum gibt es bei der Gruppe der über 60-Jährigen, den so genannten Silver Surfern.

"Dies ist zum einen ein Alterseffekt - Internetnutzer werden älter und rutschen in die nächste Dekade - und zum anderen inhaltlich zu begründen", erklärt Beate Frees von der ZDF-Medienforschung gegenüber pressetext. Die zentrale Motivation sei für die ältere Generation eine Kombination aus sozialem Umfeld, Zeitgeist und medialem Druck. "Viele Senioren fürchten ohne Internetkenntnisse nicht mehr mitreden zu können und sozial ausgegrenzt zu werden", meint Frees. Heute nutzen bereits 60 Prozent der 50- bis 59-Jährigen das Web. Und auch unter den über 60-Jährigen ist schon jeder Fünfte bzw. 20,3 Prozent online.

Auch die zunehmenden Hinweise in TV- und Hörfunkprogrammen, in Zeitungen sowie generell von Produktherstellern, die auf nähere Infos im Internet Aufmerksam machen, würden in der Silver Surfer-Generation das Gefühl nähren, ohne Webzugang relevante Informationen zu verpassen, so Frees. Inzwischen entdeckt die ältere Generation aber auch zunehmend den eigenen Reiz des Internets. "Der Zugang zu Ratgeber- und Freizeitinformationen, Seniorennetzwerken oder Gesundheitsseiten sind nur einige Angebote, die in anderen Medien, zumindest nicht so leicht, zugänglich sind", sagt Frees im pressetext-Gespräch.

... mehr zu:
»Internetnutzer »Video

Generell werden für die deutschen Internetnutzer multimediale Angebote wie Bild, Audio, Animationen und Video immer interessanter. Jeder vierte User sieht laut Studie zumindest gelegentlich Videos im Internet oder schaut online fern. 40 Prozent aller Befragten haben bereits Audiodateien aufgerufen oder live via Internet Radio gehört. Podcasting wird trotz seines hohen Trendwerts allerdings erst von sechs Prozent der deutschen Internetuser genutzt. Aufgrund der zunehmenden Attraktivität der virtuellen Welt verbringen die Deutschen auch immer mehr Zeit im Internet. Im Durchschnitt ist jeder Erwachsene täglich 48 Minuten online, das sind zwei Minuten mehr als noch im vergangenen Jahr.

Gleichzeitig bleibt der Fernseh- und Hörfunkkonsum mit 235 bzw. 186 Minuten pro Tag relativ konstant. Das bedeutet insgesamt einen Anstieg des Medienkonsums der Bevölkerung. Das Internet liegt derzeit auf Platz drei der tagesaktuellen Medien. Die Fernsehsender ARD und ZDF betonen den Stellenwert der Online-Präsenz und wollen ihre Internetangebote weiter ausbauen.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.br-online.de/medienforschung

Weitere Berichte zu: Internetnutzer Video

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise