Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wer hat Phantomschmerzen? Bundesweite Großumfrage

05.09.2006
In Deutschland gibt es ca. 22O.000 Amputierte. Etwa 70 % von diesen leiden unter Phantomschmerzen. Die Therapie ist schwierig, da die Ursachen unterschiedlich sind. Um auf diesem Gebiet medizinisch und orthopädietechnisch weiter zu kommen, werden in Deutschland erstmalig Betroffene aufgerufen, sich an der Großumfrage zu beteiligen, bei der sie ihre Erfahrungen insbesondere mit Phantomschmerzen im Sinne der Therapieverbesserung schildern können.

Dr. Kai-Uwe Kern, Schmerztherapeut, Anästhesist sowie Allgemeinmediziner im Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden und Frau Miriam Rockland, Fachärztin für Innere Medizin, initiieren mit organisatorischer Unterstützung der Firma medi die bisher umfangreichste und in Deutschland einmalige Befragung von Amputierten zum Thema "Schmerzen nach der Amputation". Es werden alle Menschen mit Arm- und Beinamputation aufgerufen, entsprechende Erfahrungen nach der Amputation zu schildern.

Wissenschaftlicher Fragebogen

Unter www.stolperstein.com steht der wissenschaftliche Fragebogen zur Verfügung. Dieser und weitere Informationen können darüber hinaus in der Redaktion STOLPERSTEIN®, Yvonne Knarr, Telefon 0921/912-737 angefordert werden.

... mehr zu:
»Amputation »Phantomschmerz »Schmerz
Mehr Informationen zu den Themen "Amputation" und "Phantomschmerz" gibt es außerdem vom 18. - 21. Oktober am medi Stand der REHACARE in Düsseldorf (Halle 3 / E59) und im Internet:
- www.stolperstein.com
- www.amputiertenselbsthilfegruppe-online.de
- www.medi.de.
Dort kann auch ein kostenloser Newsletter abonniert werden.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Durch die Amputation kann man sich die abgetrennten Nervenenden wie frei liegende Kabel vorstellen. Einflüsse von außen - wie Strahlungen durch Handys, Radiowecker oder Hochspannungsleitungen - können die Nervenenden reizen und Schmerzen verursachen. Je länger und heftiger die Schmerzen im betroffenen Körperteil vor der Amputation waren, desto stärker können in der Regel die Phantomschmerzen nach der Amputation ausfallen - in Gliedmaßen, die nicht mehr vorhanden sind.

Therapie bei Phantomschmerzen

Eine Therapie der Phantomschmerzen ist sehr schwierig, da die Ursachen unterschiedlich sind und sowohl im körperlichen als auch im psychischen Bereich liegen können. Oft müssen medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlungsformen kombiniert werden, und selbst dann wird nicht immer eine komplette Schmerzfreiheit erreicht. Z. B. werden häufig Schmerzmittel (Opiate) verschrieben, die oft zu unangenehmen Nebenwirkungen führen können.

Erste Erfolge

Der medipro®Liner Relax der Firma medi stellt als Silikonüberzug mit Spezialgewebe (Umbrellan®) für den Amputationsstumpf das Verbindungsstück zur Prothese dar. Dieses hält mit seinen einzigartigen Eigenschaften elektromagnetische Einflüsse und damit eine mögliche Ursache für Phantomschmerzen oder idiopathische Stumpfschmerzen (Schmerzen unbekannter Herkunft) ab. Im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung konnte gezeigt werden, dass das Tragen des medipro®Liner Relax über dem amputierten Stumpf den Phantomschmerz stark verringern oder sogar ausschalten sowie das allgemeine Wohlbefinden steigern kann.

Brigitte Fink | medi GmbH & Co. KG
Weitere Informationen:
http://www.medi.de
http://www.stolperstein.com
http://www.amputiertenselbsthilfegruppe-online.de

Weitere Berichte zu: Amputation Phantomschmerz Schmerz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Ab ins Ungewisse: Über das Risikoverhalten von Jugendlichen
19.01.2017 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise