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Asiatische Kinder leiden häufiger an Vitamin D-Mangel

04.09.2006
Kosten für Vorbeugung deutlich geringer

Alle asiatischen Kinder unter zwei Jahren sollten als Nahrungsergänzung Vitamin D erhalten. Eine Studie des Burnley Health Care Trust zum Mangel an Vitamin D hat ergeben, dass asiatische Kinder besonders gefährdet sind. Die Wissenschaftler erklärten laut BBC, dass es deutlich kostengünstiger sei, die entsprechenden Präparate zur Verfügung zu stellen als die durch den Vitaminmangel verursachten Gesundheitsprobleme zu behandeln. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Archives of Diseases in Childhood veröffentlicht.

Forscher des Burnley General Hospital analysierten die medizinischen Aufzeichnungen von Kindern, die zwischen 1994 und 2005 im Nordwesten Englands unter einem Mangel an Vitamin D litten. In diesem Zeitraum konnten 14 Fälle nachgewiesen werden. Insgesamt waren 13 asiatische Kinder betroffen. Laut dem leitenden Wissenschaftler Christos Zipitis lag die Rate der Mangelerscheinungen bei asiatischen Kindern bei eins zu 117 im Vergleich zu eins zu 923 bei Kindern im Allgemeinen. Zipitis erklärte, dass neben der stärkeren Hautpigmentation auch in der Nahrung nur wenig Vitamin D enthalten war.

In einem nächsten Schritt wurden die Kosten für die Behandlung der 14 Patienten analysiert. Dabei wurden die Kosten für die Medikamente, die Versorgung im Krankenhaus und die Folgebehandlung berücksichtigt. Durchschnittlich ergaben sich dabei Kosten in der Höhe von 2.505 Pfund pro Patienten. Die Kosten für die notwendige Versorgung mit Vitamin D zur Verhinderung dieser Mangelerscheinungen für Kinder im Allgemeinen wurden basierend auf diesen Zahlen untersucht. Die Richtlinien des Committee on Medical Aspects of Food and Nutrition Policy (COMA), die wechselnde Mengen von Vitamin D in den ersten beiden Lebensjahren empfehlen wurden ebenfalls berücksichtigt. Bei dieser Berechnung ergaben sich pro Kind Kosten in der Höhe von 47,534 Pfund. Die Kosten für die Verhinderung einer Mangelerscheinung bei einem asiatischen Kind lagen bei 2,410 Pfund.

Die Hauptquelle für Vitamin D ist über ultraviolettes Licht die Sonne. Zusätzlich ist es in verschiedenen Nahrungsmitteln enthalten. Vitamin D ist für die Aufnahme von Kalzium von entscheidender Bedeutung, das seinerseits für die Bildung gesunder Knochen äußerst wichtig ist. Ein Vitaminmangel kann zu Rachitis, schlechter Ausbildung der Zähne, gehemmtem Wachstum und einem allgemein schlechten Gesundheitszustand führen. Menschen mit dunklerer Haut sind einem größeren Risiko ausgesetzt, da die verstärkte Pigmentation die Fähigkeit der Haut verringert, das Vitamin in ausreichendem Ausmaß aufzunehmen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://adc.bmjjournals.com
http://www.nhs.uk/England/Hospitals/showHospital.aspx?id=RXR10
http://www.sacn.gov.uk

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