Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mitarbeiter haben hohen Einfluss auf den Ruf, den ein Unternehmen genießt

14.08.2006
Botschafter des guten Rufs "Forschungsoffensive", Teil 5

Mitarbeiter verfügen über einen sehr hohen Einfluss auf die Reputation, die ein Unternehmen genießt. Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Dr. Sabrina Helm, Inhaberin des Lehrstuhls für Strategisches Marketing an der Privaten Universität Witten/Herdecke, auf Basis der Daten von 439 US-amerikanischen Arbeitnehmern namhafter Unternehmen.

Die Auswertung der Daten zeigt, dass Mitarbeiter eine Doppelrolle bei der Reputationsbildung spielen. Zum einen werden sie in ihren Einstellungen und Verhaltensweisen durch den Ruf ihres Unternehmens geprägt: "Es zeigt sich, dass der wahrgenommene gute Ruf eines Unternehmens die Zufriedenheit, den Stolz und die Verbundenheit der Mitarbeiter gegenüber ihrem Arbeitgeber steigert", so Helm. Zum anderen trügen diese Mitarbeiter selbst auch aktiv zur Entstehung der Reputation bei. Helm: "Neben ihren Kunden beeinflussen sie durch ihre Worte und Taten auch die Meinungen und das Kaufverhalten ihrer Freunde und Familien."

Unternehmen sollten daher ihre Mitarbeiter mehr als bisher mit gezielten Maßnahmen darin unterstützen, Botschafter des guten Rufs zu werden. So sollten diese rechtzeitig über geplante Vorgänge und gesetzte Ziele im Unternehmen informiert werden und im direkten Kundenkontakt auf möglicherweise rufschädigende Tendenzen achten und Möglichkeiten haben, unzufriedenen Kunden entgegenzukommen. Erreicht werden könne dies durch flankierende Maßnahmen wie Mitarbeiterschulungen und -trainings. "Die Unternehmen sollten sehr daran interessiert sein, ihren Mitarbeitern den Stellenwert einer möglichst hohen Reputation zu verdeutlichen. Dann könnten diese selbst ein Empfinden dafür entwickeln, wie ihr eigener Beitrag zur Entstehung und Förderung des guten Rufes aussehen könnte", erklärt Helm. Dies betreffe insbesondere jene Mitarbeiter, die in direktem Kundenkontakt stehen. Schließlich seien sie es, die durch ihre täglichen Aktionen und Interaktionen mit anderen Stakeholdern zur Reputationsbildung beitragen. Wie gerne ein Kunde ein Geschäft betritt, ein bestimmtes Produkt kauft und seinen Bekannten von seinem Kauferlebnis berichtet, ist zum Teil von den Erfahrungen abhängig, die er im Umgang mit den jeweiligen Kundenberatern macht.

Solche Schulungen und Trainings sind nach Ansicht der Marketingexpertin ein sehr gutes Investment. Schließlich wirkten Unternehmen mit gutem Leumund nicht nur auf Kunden anziehend. Sie beeindruckten auch die besten Bewerber um einen Arbeitsplatz

Ihre Forschungsergebnisse hat Prof. Helm bereits in internationalen Zeitschriften publiziert und wird sie im August 2006 auf der Konferenz der Academy of Management (AOM) in Atlanta, USA, vorstellen.

Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Sabrina Helm, Lehrstuhl für Strategisches Marketing, Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausen-Str. 50, 58448 Witten, Tel.: 02302/926-526, -848, Email: sabrina.helm@uni-wh.de

Univ.-Prof. Dr. Sabrina Helm | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de
http://wga.dmz.uni-wh.de/wiwi/html/default/strategischesmarketing_profil

Weitere Berichte zu: Kundenkontakt Reputation Reputationsbildung Strategisch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie