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Niedriger Östrogenspiegel erhöht Risiko einer Knie-Arthrose

26.07.2006
Frauen kurz vor den Wechseljahren besonders betroffen

In einer Studie untersuchten Wissenschaftler der University of Michigan in Ann Arbor inwieweit der Hormonspiegel von Östrogenen Einfluss auf die Entwicklung von Arthrose bei Frauen hat. Sie stellten fest, dass ein niedriger Östrogenspiegel das Risiko an Knie-Arthrose zu erkranken erhöht. Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse in der August Ausgabe von Arthritis & Rheumatism.

In der dreijährigen Studie wurde der Östrogenspiegel von 842 Frauen vor den Wechseljahren vom Southeast Michigan Arthritis Cohort untersucht. Jährlich wurden die Kniegelenke der Frauen geröntgt, eine Blutanalyse auf Östradiol und eine Urinanalyse nach den Östrogen-Metaboliten 2-hydroxyestrone und 16a-hydroxyestrone durchgeführt. Außerdem wurden sie nach ihrem Gesundheitszustand und Lebensstil befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen, die an Knie-Arthrose erkrankten, während der Studie ein Ungleichgewicht in der Östradiol-Konzentration und im Urinspiegel bei den 2-hydroxyestronen hatten. Demzufolge war ihr Östrogenspiegel sehr niedrig und das Risiko zur Knie-Arthrose erhöht.

Arthrose ist die häufigste Ursache für Gelenkschmerzen. Oft bestehen chronische, schmerzhafte und funktionsbehindernde Gelenkveränderungen. Betroffen sind vor allem Hüft- und Kniegelenk. Rund ein Drittel der älteren Bevölkerung leidet an Knie-Arthrose. Die Ausbildung einer Arthrose und die damit verbundenen Schmerzen können durch mehrere Faktoren wie beispielsweise durch Überbelastungen, Vorschädigungen infolge eines Unfalls oder eigenständige Gelenkentzündungen verursacht werden. Außerdem können Fehlbelastungen durch X- oder O-Beine zu Arthrose führen.

Zur Behandlung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einerseits die operative Entfernung der Innenhaut der Gelenkkapsel, die operative Beseitigung von Fehlstellungen oder der Gelenkersatz durch Endoprothesen aus Kunststoff oder Metall. Andererseits gibt es die Möglichkeit der medikamentösen oder physikalischen Schmerztherapie sowie alternative Maßnahmen wie Akupunktur oder hypnoide Verfahren wie Schmerzbewältigungstraining.

Ines Gerasch | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.umich.edu
http://www.interscience.wiley.com/journal/arthritis

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