Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochinnovative Branchen mit Kommunikationsbedarf

21.07.2006
Die neue Studie "Synergien entdecken und realisieren: Kooperationen zwischen Biotechnologie- und Medizintechnik-Unternehmen" der BioRegio STERN Management GmbH und der Capgemini Deutschland GmbH liegt nun vor. Die Studie enthält sowohl die Ergebnisse einer Umfrage unter 1.400 Unternehmen im deutschsprachigen Raum, sowie mehrerer Workshops und einer abschließenden öffentlichen Podiumsdiskussion. Sie liefert einen Zustandsbericht der technologischen und wirtschaftlichen Kooperationspotenziale von zwei hochinnovativen aber sehr verschiedenen Branchen.

Neue Umfrage zur Kooperation zwischen Medizintechnik- und Biotechnologie-Unternehmen vorgestellt: Kooperationswilligkeit geht stärker von Medizintechnik aus

In der Umfrage zeigte sich im Stimmungsbarometer, dass Vertreter beider Unternehmen in den nächsten Jahren zunehmende Kooperation der beiden Branchen erwarten und weniger eine Konkurrenzsituation. Überraschenderweise sind jedoch die Medizintechnik-Unternehmen stärker an Kooperationen interessiert als umgekehrt; 47 Prozent von ihnen streben eine Kooperation mit Biotechnologie-Unternehmen an. Letztere sind hingegen stärker an Kooperationen mit der Pharmaindustrie (43 Prozent) interessiert. Als der wichtigste Faktor für erfolgreiche Kooperation wurde von 24 Prozent der befragten Biotechnologie- und 23 Prozent der befragten Medizintechnik-Unternehmen "realistische Zieleinschätzung" genannt. Die "regelmäßige Kommunikation" wird von 19 Prozent der Biotechnologie- und 14 Prozent der Medizintechnik-Unternehmen genannt. 18 Prozent der Medizintechnik-Unternehmen sehen eine "olide Vertrauensbasis" als unbedingt notwendig an. Für die erfolgreiche Anbahnung von Kooperationen sind "gemeinsame Ziele" für 35 Prozent der Biotechnologie- und 33 Prozent der Medizintechnik-Unternehmen entscheidend. Kaum von Bedeutung sind für beide Branchen eine "gemeinsame Muttersprache", "vergleichbare Unternehmensgröße" und die "regionale Nähe".

Technologien, Märkte und auch Fragen der Zulassungsregulierung bieten sich für einen Austausch an. Für die Zukunft sehen die Medizintechnik-Unternehmen das größte Potenzial der Biotechnologie - für den Einsatz im eigenen Haus - bei "Microarrays und Biochips" (81 Prozent), "Biosensoren" (79 Prozent) und "Technologien für das Drug Delivery"(64 Prozent).

Es herrscht Übereinstimmung darüber, dass die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der beiden Branchen intensiviert werden muss, um Innovationen zu fördern und ihre Positionen als Schlüsseltechnologien zu festigen. Das Maß ihrer Kooperationswilligkeit ist jedoch stark davon abhängig, in welchen Produktsegmenten die Unternehmen tätig sind und welche technologischen und wirtschaftlichen Vorteile aus einer Zusammenarbeit zu generieren sind. Die Medizintechnik erwartet von einer Kooperation vor allem "Technologie-Know-how" (30 Prozent) und eine "Verbreiterung des Marktzugangs" (21 Prozent). Ein zentrales Problem stellt die Kommunikation zwischen Medizintechnik- und Biotechnologie-Unternehmen dar. Die Medizintechnik, geprägt von Ingenieurwissenschaftlern, ist etabliert, kundenorientiert und fokussiert auf marktnahe Innovationen mit kurzen Investitionszeiten. Die Biotechnologie wird geprägt von Naturwissenschaftlern, die an Sprunginnovationen arbeiten und in langfristigen Zyklen planen. Unternehmer und Forscher der unterschiedlichen Disziplinen müssen eine gemeinsame Sprache und gegenseitiges Verständnis entwickeln. Immerhin nannten 26 Prozent der Medizintechnik- und 21 Prozent der Biotechnologie-Unternehmen "mangelnde Vertrauensbasis" als Hindernis für eine Kooperation. Für BioRegio STERN-Geschäftsführer Dr. Klaus Eichenberg ist die Studie ein erster Schritt: "Die Ergebnisse werden sicherlich Ausgangspunkt für weitere Diskussionen sein. Sie werden uns helfen, Veranstaltungen und Initiativen so zu planen, damit Synergien entdeckt und zukünftige Kooperationen erfolgreich angebahnt werden können."

Die Studie "Synergien entdecken und realisieren: Kooperationen zwischen Biotechnologie- und Medizintechnik-Unternehmen" ist kostenlos bei der BioRegio STERN Management GmbH erhältlich.

Über BioRegio STERN:

In der baden-württembergischen Region Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen und Neckar-Alb ist die BioRegio STERN Management GmbH gemeinsames Kompetenznetzwerk, Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Unternehmer und Forscher im Bereich Biotechnologie. BioRegio STERN fördert die Zusammenarbeit unterschiedlichster Disziplinen wie Medizin, Prozesstechnik, Sensorik, Ernährungswissenschaft, biochemische Analytik und Bioinformatik. Einen bedeutenden Schwerpunkt bildet die Regenerationsbiologie.

BioRegio STERN vertritt die Interessen der Existenzgründer, Unternehmer und Forscher gegenüber Politik, Medien und Verbänden, bündelt Wirtschaftsförderung und Marketing, berät bei Förderanträgen und Unternehmensfinanzierungen und stützt diese Arbeit durch eine engagierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

BioRegio STERN wird unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms "BioProfile", den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb sowie den Städten Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen. Geschäftsführer ist der Molekular- und Zellbiologe und Investmentanalyst Dr. Klaus Eichenberg.

Über Capgemini:

Capgemini ist eine der weltweit führenden Unternehmensberatungen. Das Unternehmen mit europäischem Ursprung berät Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von Wachstumsstrategien sowie dem Einsatz neuer Technologien. Capgemini beschäftigt derzeit weltweit rund 61.000 Mitarbeiter und erzielte 2005 einen Umsatz von 6,954 Milliarden Euro. Mit einem eigenen Biotech-Team innerhalb des Life Sciences Beratungssektors berät Capgemini seit vielen Jahren die Biotech-Branche. Mehr Informationen zum Unternehmen, den Dienstleistungen und Pressemitteilungen finden Sie unter

http://www.de.capgemini.com

Herausgeber:
BioRegio STERN Management GmbH, Friedrichstraße 10, 70174 Stuttgart, 0711-8703540, info@bioregio-stern.de

Redaktion: Zeeb Kommunikation, Hohenheimer Straße 58a, 70184 Stuttgart, 0711-6070719, info@zeeb.info

Dr. Klaus Eichenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.bioregio-stern.de
http://www.de.capgemini.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie