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Einsatz von Antibiotika bei rinnender Nase überflüssig

21.07.2006
Beschwerden vergehen meist auch ohne Behandlung

Wissenschaftler der University of Auckland haben sieben Studien ausgewertet, die sich mit dem Einsatz von Antibiotika gegen Schnupfen mit eitrigem Nasensekret beschäftigten. Es zeigte sich, dass Antibiotika nur bei einer von sieben Personen einen Vorteil brachten. Eine rinnende Nase wird an sich von selbst wieder besser, schreiben die Wissenschaftler im British Medical Journal.

Praktische Ärzte erklärten laut BBC, dass Antibiotika nur in Ausnahmefällen verschrieben werden würden. Bruce Arroll, der Autor der aktuellen Studie, erklärte, dass er vom genauen Gegenteil überzeugt sei. "Praktische Ärzte verschreiben oft Antibiotika gegen Infektionen der Atemwege, wenn das Nasensekret eitrig ist.

"Antibiotika sind wahrscheinlich effektiv. Sie können aber Schädigungen hervorrufen und die meisten Patienten erholen sich auch ohne sie. Antibiotika sollten nur dann eingesetzt werden, wenn die Symptome so lange angehalten haben, dass Grund zur Sorge besteht." Die aktuelle Studie ergab, dass Antibiotika häufig Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall und Schmerzen im Unterleib verursachen. Jim Kennedy, Sprecher des Royal College of General Practitioners erklärte, dass es in Großbritannien absolut unüblich sei, dass Hausärzte Antibiotika gegen eine rinnende Nase verschrieben. Nur einer von 100 Patienten würde ein derartiges Medikament erhalten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.auckland.ac.nz
http://bmj.bmjjournals.com
http://www.rcgp.org.uk

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