Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frauen: Migräne mit Aura erhöht Herzrisiko

19.07.2006
Anzahl der Schlaganfälle und Herzanfälle auffällig hoch

Frauen mittleren Alters, die unter Migräne mit Aura leiden, sind einem erhöhten Risiko einer potenziell tödlichen Herzerkrankung ausgesetzt. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Brigham and Women's Hospital und der Harvard School of Public Health gekommen. Rund zehn Prozent der Patienen leiden unter einer Migräne mit Aura und haben Symptome wie blinde Flecken oder Punkte und Kribbeln in den Gliedmaßen. Die im Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie ergab, dass Frauen, die an einer Migräne ohne Aura leiden, keinem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Experten wie Richard Lipton und Marcelo Bigal vom Albert Einstein College of Medicine Albert Einstein College of Medicine in JAMA, dass der Zusammenhang zwischen Migräne und Herzerkrankungen näher erforscht werden solle.

Migräne kann in jedem Alter auftreten. Am häufigsten ist eine Erkrankung jedoch zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen. Migräne kann auch innerhalb von Familien verstärkt auftreten. Frühere Studien haben gezeigt, dass Migräne mit Aura mit Schlaganfällen in Zusammenhang stand, die durch Blutgerinnsel verursacht werden. Zusätzlich gab es Hinweise auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Ein direkter Zusammenhang konnte bisher jedoch nicht nachgewiesen werden. Für die aktuelle Studie untersuchten die Wissenschaftler seit dem Beginn der neunziger Jahre die Daten von 27.840 Frauen im Alter von 45 Jahren oder darüber. Zu Beginn der Studie gaben 5.125 Frauen, das sind 18,4 Prozent, an, dass sie über eine entsprechende Krankheitsgeschichte verfügten. Von den 3.610 Frauen, die im vorhergehenden Jahr an einer Migräne gelitten hatten, berichteten fast 40 Prozent von Aura-Symptomen.

Während der Laufzeit der Studie kam es zu 580 kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzanfällen, Schlaganfällen und Angina pectoris. In der Folge waren 130 Todesfälle zu verzeichnen. Frauen, die laufend unter einer Migräne mit Aura litten, verfügten über ein deutlich erhöhtes Risiko eines Schlaganfalles, eines Herzanfalles oder anderer schwerer Herzerkrankungen, die durch eine Verengung der Arterien verursacht werden. Bei der Berücksichtigung des Alters konnten 18 zusätzliche kardiovaskuläre Erkrankungen pro 10.000 Frauen pro Jahr direkt mit einer Migräne mit Aura in Zusammenhang gebracht werden. Der leitende Wissenschaftler Tobias Kirth erklärte, dass aufgrund des selteneren Auftretens von Migräne mit Aura die ermittelten Daten kein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko für den Großteil der Migräne-Patienten bedeuteten. "Weitere Studien sollten sich auf dein besseres Verständnis des Zusammenhanges zwischen Migräne, Aurastatus und kardiovaskulären Ereignissen konzentrieren."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.brighamandwomens.org
http://www.hsph.harvard.edu
http://jama.ama-assn.org

Weitere Berichte zu: College Herzerkrankung Migräne Schlaganfall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Nutzung digitaler Technologien in der industriellen Produktion führt zu Produktivitätsvorteilen
01.02.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung