Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland "Wissenschaft weltoffen 2006" erschienen

29.06.2006
Mit "Wissenschaft weltoffen 2006" legt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in Zusammenarbeit mit der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) seit 2001 jährlich eine der umfassendsten Studien zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland vor. Die Studie liefert der Politik, den Hochschulen und Medien solide Daten zum Studien- und Wissenschaftsstandort Deutschland. Sie bietet Entscheidungsträgern wichtige Indikatoren, die sie als Wettbewerbs- und Steuerungsinstrumente zur Internationalisierung einsetzen können.

Der Band präsentiert Daten zu ausländischen Studierenden und Absolventen an deutschen Hochschulen, deutschen Studierenden im Ausland, studienbezogener Mobilität im internationalen Vergleich, ausländischen Wissenschaftlern in Deutschland und deutschen Wissenschaftlern im Ausland.

Die Zahl aller Studierenden in Deutschland - deutschen und ausländischen - ist von 2.019.465 im Studienjahr 2004 auf 1.963.108 im Studienjahr 2005 leicht zurückgegangen.

Die Attraktivität deutscher Hochschulen für ausländische Studierende stabilisiert sich auf hohem Niveau: Die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland blieb im Studienjahr 2005 mit 246.334 nahezu konstant. Damit waren im Berichtszeitraum 12,6 % aller Studierenden in Deutschland Ausländer.

Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der Bildungsausländer um 6.000 auf 186.656 an. Der Anteil der Bildungsausländer nahm zu und liegt bei 9,5% aller Studierenden in Deutschland. Die Zahl der Bildungsausländer aus sog. Schwellenländern wächst am schnellsten. Demgegenüber stagniert die Zahl der Bildungsausländer aus Industrienationen.

Die quantitativ wichtigsten Herkunftsländer der Bildungsausländer sind China, Bulgarien, Polen und die Russische Föderation.

Vier Fünftel aller Bildungsausländer in Deutschland sind an Universitäten eingeschrieben. Überdurchschnittliche Einschreibquoten an Fachhochschulen lassen aber eine wachsende Bedeutung der Fachhochschulen für Bildungsausländer erkennen.

Die neu eingerichteten Bachelor- und Masterstudiengänge finden bei den Bildungsausländern zunehmendes Interesse. Allerdings vollziehen sich die Zuwächse sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen mit bis zu 6 % noch auf niedrigem Niveau. Diese Entwicklung entspricht der bei deutschen Studierenden.

8,5 % der Absolventen deutscher Hochschulen sind Ausländer, darunter 6,3 % Bildungs-ausländer. Die Tendenz ist in diesem Bereich steigend.

Mehr als 60.000 deutsche Studierende haben im Jahr 2003 einen Studienaufenthalt an einer ausländischen Hochschule absolviert. Das Interesse am ERASMUS-Programm nimmt weiter zu.

Die Förderung von Aufenthalten ausländischer Wissenschaftler in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Wissenschaftsorganisationen haben im Jahr 2004 über 20.000 auslän-dische Wissenschaftler direkt gefördert.

Im Jahr 2002 wurden Auslandsaufenthalte von mehr als 4.000 deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern direkt gefördert. Auch hier liegt die tatsächliche Zahl aber weit darüber.

Vier Fünftel der geförderten Forschungsaufenthalte im Ausland dauern nicht länger als ein Jahr.

Weitere Informationen und Bestellung: www.wissenschaft-weltoffen.de (Preis: 29,90 €)

Kontakt:
Dr. Helmut Buchholt, Tel. 0228-882-434, E-mail: buchholt@daad.de

Julia Kesselburg | idw
Weitere Informationen:
http://www.daad.de/

Weitere Berichte zu: Berichtszeitraum Bildungsausländer Studienjahr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive