Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesichts- und Körperpflege ist den Deutschen nicht nur lieb, sondern auch teuer / Pro Kopf-Ausgaben von 134 Euro im Jahr

19.06.2006
Die sonst so preisbewussten deutschen Kunden lassen sich Gesichts- und Körperpflegeprodukte (G&K) offenbar gerne etwas mehr kosten. Sie achten dabei verstärkt auf Marken, Produktqualität, Beratung und Einkaufsatmosphäre. Sonderangebote sind dagegen nur bedingt ein Erfolg versprechendes Marketinginstrument für diese Klientel und somit für diese Waren. Das hat eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in insgesamt 2.000 Haushalten ergeben.

Ganz anders stellt sich dagegen die Situation im zweiten großen Produktsegment der Drogerien dar, den Wasch-, Putz und Reinigungsmitteln (WPR). Johannes Siemes, Leiter des Segments Consumer Markets bei KPMG: "Markenaffin sind zwar auch die Kunden von WPR-Produkten, doch sind sie hier vor allem auf der Suche nach Schnäppchen." Jeder zweite Befragte (52 Prozent) gab "häufig attraktive Sonderangebote" in dieser Warengruppe als wichtigstes Kriterium für die Auswahl seines bevorzugten Geschäftes an.

Branchenumsatz 2005: 11,1 Milliarden Euro

Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 11,1 Milliarden Euro mit Kosmetik und Körperpflegeprodukten umgesetzt - ebensoviel wie 2004. Damit gaben die Deutschen pro Person 2005 durchschnittlich 134 Euro für Cremes, Düfte und Seifen aus. "Im stagnierenden Körperpflegesegment sind es vor allem Hautpflegeprodukte, die Umsatzsteigerungen verzeichnen konnten. Grund dafür ist der allgemein zu beobachtende Wellnesstrend", so Johannes Siemes.

Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass sich die deutschen Drogeriemarktbetreiber vor allem über den G&K-Bereich profilieren können. Zwei von drei Befragten geben einen Drogeriemarkt als Stammgeschäft für den Einkauf von G&K-Produkten an, während der Stammkundenanteil bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln unter 50 Prozent liegt. Johannes Siemes: "Kundenbindung erreichen die Drogeriemärkte dabei in erster Linie über Körperpflegeprodukte. Hier begründen sie die im Vergleich zu anderen Einzelhandelsbranchen sehr hohen Kundenbindungsraten."

Drogeriemärkte punkten mit Sortiment, Preis und Fachkompetenz

Lebensmitteleinzelhändler (LEH) schaffen es nicht, durch das Angebot von Drogerieartikeln die herausragende Stellung der Drogisten ernsthaft anzugreifen. In der KPMG-Umfrage erhalten lediglich die Drogeriemärkte durchgängig eine positive Bewertung von Sortiment, Preis und Fachkompetenz. Im LEH wandelt sich diese Sowohl-als-auch-Bewertung in eine Entweder oder-Wahrnehmung.

Johannes Siemes: "Die Lebensmitteldiscounter können bestenfalls durch niedrige Preise bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln punkten." Wie die Umfrage zeigt, stellen innerhalb des Lebensmitteleinzelhandels die SB-Warenhäuser das erfolgreichste Format bei Drogerieprodukten dar. Doch auch sie erreichen bei weitem nicht die Kundenanteile der großen Drogeriemärkte, weder im G&K- noch im WPR-Bereich. "Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse seiner Kunden zu kennen. Es reicht nicht, nur die Regale aufzufüllen, um seine Ware erfolgreich an die Kunden zu bringen. Erfolgreich sind die Unternehmen, die auf die Kundenwünsche eingehen, wie es laut unserer Umfrage beispielsweise dm-Drogeriemarkt in besonderer Weise gelingt", so Siemes.

Marita Reuter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

Weitere Berichte zu: Drogeriemarkt Reinigungsmittel Siemes

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie