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Neue Erkenntnisse zur Ursache von Thrombose

16.06.2006
Neue Erkenntnisse ebnen den Weg für künftige Entwicklungen in der Thromboseprävention

Die Ergebnisse einer neuen Studie bieten Erkenntnisse zur Ursache von Thrombosen und werden heute auf dem 11th Annual Congress der European Hematology Association (EHA) in Amsterdam, Niederlande, vorgestellt. Die Studie wurde vom University Medical Center Utrecht (UMCU) in den Niederlanden in Zusammenarbeit mit der University of Cambridge in Grossbritannien durchgeführt. Die Studie war insbesondere bei der Ermittlung des genauen Ortes, an dem sich das Willebrand-Faktor-Protein an Kollagen heftet, erfolgreich - dem ersten Schritt bei der Thrombusbildung. Diese Entdeckung macht es nun möglich, mit der Entwicklung eines Arzneimitels zu beginnen, dass die Plättchenadhäsion blockiert, was einen wichtigen Schritt bei der Thrombosebehandling markiert.

Die Atheriosklerose oder arterielle Thrombose beginnt damit, dass die Gefässinnenwand rau wird, was dazu führt, dass die Plättchen stecken bleiben. Dies kann schliesslich zur Bildung von Blutgerinnseln führen. Das nennt man Thrombose. Verstopft die Thrombose das Blutgefäss vollständig, so wird das nachgeordnete Gewebe nicht mit Sauerstoff versorgt und es kommt beispielsweise zur Infarktbildung im Herzen oder im Gehirn. Die arterielle Thrombose entsteht da, wo die Fliessgeschwindigkeit des Blutes hoch ist und das Vorhandensein des von Willebrand-Faktors wichtig für die Plättchenadhäsion ist.

Die Plättchen kleben an den beschädigten Gefässwänden aufgrund eines 'adhäsiven Proteins': dem von Willebrand-Faktor Protein, das nach seinem Entdecker Erik von Willebrand benannt ist. Dieses Protein bildet eine Brücke zwischen den Plättchen und dem Kollagen, einem Schlüsselbaustein der Gefässwand, die in den beschädigten Gefässen exponiert ist. Nach Professor P.G. de Groot, Forscher an der UMCU, werden 'weitere Untersuchungen es uns ermöglichen, die Adhäsion von Blutplättchen an arteriosklerotischen Blutgefässwänden zu reduzieren. Das könnte neuen Therapien die Tür aufstossen und uns ermöglichen, die klinischen Folgen von Arteriosklerose, d. h. die Thrombusbildung zu beeinflussen.'

Rauchen, hohe Cholesterinwerte, Diabetes und hoher Blutdruck tragen zur Entstehung arterieller Thrombose bei. Jährlich sind viele Tausend Menschen von den Folgen von Herzanfällen, Herzschlag oder sonstigen Gefässleiden betroffen, die von arterieller Thrombose verursacht werden.

Zum 11th EHA Congress Amsterdam

Der 11. " Congress of the European Hematology Association" (EHA) findet vom 15. bis 18. Juni im RAI Convention Centre in Amsterdam statt. Ziel des Kongresses ist es, das Wissen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Hämatologie unter Wissenschaftlern und klinischen Hämatologen in Europa auszutauschen. Im Rahmen des Kongresses werden eine Reihe neuer Studien vorgestellt. Die EHA hofft, dass dies zur Verbesserung der Diagnose und Behandlung von Patienten mit benignen und malignen Bluterkrankungen beiträgt.

Redaktioneller Hinweis:

Die im Juni 1992 gegründete European Hematology Association (EHA) ist eine wissenschaftliche Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Forschung, Ausbildung und klinische Praxis im Bereich der Hämatologie zu unterstützen. Die EHA hat derzeit über 2000 aktive Mitglieder aus 95 Ländern.

Wenn Sie einen Gesprächstermin mit Professor P.G. de Groot oder einem der anderen Wissenschaftler vereinbaren möchten, sprechen Sie bitte mit Petra Stork.

Weitere Informationen zum EHA Kongress finden Sie unter www.ehaweb.org

Petra Stork | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ehaweb.org

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