Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktuelle Studie - Mehr Herzinfarkte während der Fußball WM?

14.06.2006
Die Bedeutung von emotionalem Stress als möglichen Auslösemechanismus für das Auftreten von kardiovaskulären Notfällen, wie zum Beispiel ein Herzinfarkt, wird seit langem diskutiert. Es stellt sich nun die Frage, ob es im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 2006, ein von vielen sehr emotional erlebter Event, zu einer Zunahme derartiger Ereignisse kommt. Diese Frage soll eine aktuelle Studie klären, welche zurzeit in der Medizinischen Klinik I am Klinikum der Universität München in Großhadern durchgeführt wird.

In der Studie werden über den Zeitraum der WM alle klinisch relevanten Ereignisse im kardiovaskulären Bereich registriert. Dies können auftretende Herzrhythmusstörungen, notwendige Reanimationen, die Auslösung von implantierten Defibrillatoren oder eben die gefürchteten Herzinfarkte selbst sein. Die an der Studie beteiligten Partner sind Mediziner in den WM-Stadien in Nürnberg, Frankfurt, Hamburg, Kaiserslautern, Hannover, Köln, Gelsenkirchen und Dortmund. Außerdem sind 15 Münchner und bayerische Krankenhäuser und Kliniken sowie ein bodengestützter Notarztdienst und die Luftrettung mit dabei.

Die gewonnenen Daten über das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse während eines Fußballspieles werden anschließend mit der Ereignishäufigkeit des entsprechenden Vorjahreszeitraumes verglichen. Zusätzlich werden den Studienteilnehmern Blutproben entnommen, um Stressauslösende Veränderungen wichtiger kardiovaskulärer Parameter zu untersuchen. Geklärt werden soll, in welchem Maße diese Veränderungen mit der Schwere des klinischen Notfalles korrelieren und welche Parameter als Auslöser für z.B. eine Angina Pectoris oder einen Herzinfarkt in Frage kommen.

Ansprechpartnerin:
Dr. Ute Wilbert
Studienleiterin
Medizinische Klinik und Poliklinik I,
Klinikum der Universität München - Großhadern
Tel: 089/7095-6179
Email: info@worldcup-event-studie.de
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 85.000 Patienten stationär und 371.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über etwa 2.400 Betten. Von insgesamt 9000 Beschäftigten sind rund 1800 Mediziner. Jährlich finden zahlreiche medizinische und wissenschaftliche Kongresse und Tagungen, sowie Kurse und Informationsveranstaltungen für Patienten statt. Das Klinikum der Universität München zählt zu den größten Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und hat im Jahr 2004 mehr als 52 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben.

Philipp Kressirer | idw
Weitere Informationen:
http://www.worldcup-event-studie.de/index.htm
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

Weitere Berichte zu: Großhader Herzinfarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Nutzung digitaler Technologien in der industriellen Produktion führt zu Produktivitätsvorteilen
01.02.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung