Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kaffee soll die Leber gegen Alkohol schützen

14.06.2006
Bereits eine Tasse täglich verringert Zirrhoserisiko deutlich

Das Trinken von Kaffee könnte die Leber von den schlimmsten Schädigungen durch Alkohol schützen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie mit mehr als 125.000 Teilnehmern des Kaiser Permanente Medical Care Programme gekommen. Das Risiko an einer Leberzirrhose zu erkranken, sank mit jeder täglich getrunkenen Tasse Kaffee. Das Trinken von Kaffee scheint eine schützende Wirkung gegen die Leberzirrhose zu haben. Je mehr Kaffee ein Mensch trinkt, desto geringer scheint das Risiko zu sein, wegen einer Zirrhose ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder an einer derartigen Erkrankung zu sterben, erklärte der leitende Wissenschaftler Arthur Klatsky. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Archives of Internal Medicine veröffentlicht.

Die Wissenschaftler identifizierten Menschen, die zwischen 1978 und 1985 in Nordkalifornien an einem privaten Gesundheitsprogramm teilgenommen hatten. Bei der Aufnahme hatten die Teilnehmer einen Fragebogen ausgefüllt, der auch die Menge an Alkohol, Tee und Kaffee abfragte, die innerhalb eines Jahres konsumiert wurde. Bei einigen Personen führte das Team zusätzlich Bluttests auf bestimmte Leberenzyme durch, die auf eine Erkrankung oder Schädigung der Leber hinweisen. Die Forscher ermittelten, wie viele dieser Personen später an einer Leberzirrhose erkrankten. Es handelte sich um insgesamt 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 199 Personen litten an einer alkoholbedingten Zirrhose.

Menschen, die eine Tasse Kaffee täglich tranken, verfügten laut New Scientist durchschnittlich über ein 20 Prozent geringeres Risiko einer alkoholbedingten Zirrhose. Zwei oder drei Tassen führten zu einer Verringerung des Risikos um 40 Prozent. Bei vier oder mehr Tassen kam es zu einer Senkung um 80 Prozent. Bei den Blutproben waren die Werte der Leberenzyme bei Menschen, die mehr Alkohol tranken, höher und wiesen damit auf eine Erkrankung oder Schädigung der Leber hin. Jene Teilnehmer, die Alkohol und Kaffee tranken, verfügten über geringere Werte als jene, die nur Alkohol konsumierten. Klatsky warnt, dass es sich bei diesen Ergebnissen weder um eine Empfehlung zum Kaffeetrinken noch zur Kompensation von schwerem Alkoholkonsum mit dem Trinken von großen Kaffeemengen handle. Der Wissenschafter fügte hinzu, dass der beobachtende Charakter der Daten ihre Interpretation einschränken könnte.

... mehr zu:
»Leberzirrhose »Zirrhose

Es ist derzeit nicht bekannt, wie Kaffee die Leber schützen könnte. Klatsky geht davon aus, dass das Koffein eine schützende Wirkung haben dürfte. Die aktuelle Studie konnte jedoch keinen Zusammenhang zwischen dem Trinken von Tee und einem verringerten Zirrhoserisiko herstellen. "Der Wert dieser Studie liegt darin, dass sie Hinweise auf manche biochemische Vorgänge im Inneren der Leberzellen liefern kann, die helfen sollten neue Ansätze zum Schutz der Leber gegen Verletzungen zu entwickeln."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.dor.kaiser.org
http://archinte.ama-assn.org

Weitere Berichte zu: Leberzirrhose Zirrhose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Massenverlust des Antarktischen Eisschilds hat sich beschleunigt
14.06.2018 | Technische Universität Dresden

nachricht Teure Flops: Nur 5% der Innovationsideen werden erfolgreich
12.06.2018 | Institut für angewandte Innovationsforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

Meteoriteneinschläge und Spektralfarben: HITS bei Explore Science 2018

11.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

EMAG auf der AMB: Hochproduktive Lösungen für die vernetzte Automotive-Produktion

15.06.2018 | Messenachrichten

AchemAsia 2019 in Shanghai

15.06.2018 | Messenachrichten

Dem Fettfinger zu Leibe rücken: Neuer Nanolack soll Antifingerprint-Oberflächen schaffen

15.06.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics