Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Public Relations Branche in schwierigem Umfeld robust

21.11.2001


Die deutsche Public Relations Branche bewertet die eigene Umsatz- und Auftragslage trotz schwierigem konjunkturellem Umfeld derzeit als robust. Eine deutliche Besserung wird überwiegend allerdings erst für das Ende des nächsten Jahres erwartet. Dies ist das Kernergebnis einer DPRG-Blitzbefragung unter 92 PR-Agenturen und Beratern, die vom SKOPOS-Institut in den letzten Wochen durchgeführt wurde.

Vier Fünftel der befragten PR-Agenturen und PR-Consultants bewerten die momentane Umsatz- und Auftragslage als "gut" oder "befriedigend". Nur 16% bewerten sie als "schlecht". Nach Auffassung von Jürgen Pitzer, Vorstandssprecher der DPRG, zeigt dies die feste Etablierung von PR-Budgets, die in diesem Ausmaß überrasche. "Allerdings muss auch unsere Branche mit einer längeren Phase der Konsolidierung rechnen, denn Wachstumsraten wie in der Vergangenheit sind auf absehbare Zeit nicht zu erzielen. Anpassungsleistungen sind also gefragt" bemerkt Sprecher Pitzer. Hierin sehen wir aber auch eine beachtliche Chance für die PR, deren Wertschöpfungsbeitrag im Rahmen der Kommunikation besser zu positionieren.

Unterstützt wird diese Einschätzung durch die Ergebnisse der Befragung: Konkret auf die Terroranschläge vom 11. September in den USA angesprochen, äußerten 24% der Agenturen und Consultants, dass sich deren Auswirkungen derzeit negativ in den Auftragseingängen bemerkbar mache. Allerdings ist das Ausmaß dieser Auswirkungen differenziert zu betrachten wie SKOPOS Geschäftsführer Olaf Hofmann bemerkt: "Zwar spüren rund ein Viertel aller Agenturen und Consultants negative Auswirkungen bei den Auftragseingängen aber nur bei jedem fünften fallen diese stark oder sehr stark aus. Der weit überwiegende Teil spürt nur mittlere oder schwache Auswirkungen".

Eine umfassende Branchenübersicht wird nach der jährlichen Erhebung der Honorarleistungen erfolgen, die im Januar des kommenden Jahres abgeschlossen und von der DPRG veröffentlicht wird.

Auswirkungen auf Personalplanung in der PR Branche

Die insgesamt veränderte konjunkturelle Lage in der Kommunikationsbranche insgesamt, verstärkt durch die Terroranschläge wirken sich bei 16% der befragten Agenturen negativ oder stark negativ auf die Personalplanung aus. Wobei der weit überwiegende Teil der betroffenen Agenturen dies mit einem Einstellungsstop bzw. Einstellungsaufschub spezifiziert. Nur zwei der 92 befragten Agenturen und Consultants reagierten auf die veränderten Rahmenbedingungen mit einem aktiven Personalabbau.

Ausblick

Für das Jahr 2002 erwarten 29% der Befragten negative Auswirkungen im Bereich der Auftragseingänge - aber immerhin auch 5% positive Auswirkungen. Für Jürgen Pitzer ein Indiz dafür, dass "PR auch und gerade in einem schwierigen Umfeld - konjunkturell wie politisch - als universelles Kommunikationstool sehr gut einsetzbar seien."

Umschichtung von klassischen Kommunikationsbudgets in PR

Eine Ursache, warum die PR Branche "relativ ungeschoren durch die schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen geblieben" ist, - so SKOPOS Geschäftsführer Hofmann - ist in der Tendenz zur Umschichtung von Kommunikationsbudgets aus den klassischen Bereichen in die PR zu sehen: Eine bemerkenswert hohe Zahl von 34% der PR Agenturen und Consultants stellt fest, dass eine derartige Umschichtung entweder stark oder sehr stark vorhanden ist. Nur 21% geben an, dieser Trend sei nicht vorhanden.

Die vollständigen Ergebnisse, Grafiken und Detailauswertungen können bei der DPRG Geschäftsstelle in Bonn, Tel. (0228) 9 73 92 90 angefordert werden.

Jürgen Pitzer | ots

Weitere Berichte zu: Kommunikationsbudget Relation SKOPOS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

18.10.2017 | Medizin Gesundheit

Rittal Klima-Tipps: Ist ein Kühlgerät wirklich nötig?

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

Smartphones im Kampf gegen die Blindheit

18.10.2017 | Medizintechnik