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Experten sehen Boom für Gasturbinen

01.06.2006


Bedarf an effizienter Energieerzeugung in Osteuropa steigend



Geht es um die Frage der effizienten Energieerzeugung in Osteuropa sieht der europaweit fungierende Unternehmensberater Frost & Sullivan einen boomenden Markt für Gasturbinen. Dieser Markt werde bis 2015 stark wachsen. Grund dafür ist zum einen der zunehmende Ruf nach effizienter Energiegewinnung, zum anderen die Deregulierung des Energiemarktes und der Einstieg Mittel- und Osteuropas in den Emissionshandel.



"Während der durchschnittliche Pro-Kopf-Stromverbrauch in Europa in den vergangenen 40 Jahren enorm zugenommen hat, sind Regierungen und Unternehmen gleichzeitig darum bemüht, den steigenden Anforderungen an Klimaschutz und Ressourcenschonung gerecht zu werden", erklärt Frost & Sullivan-Research Manager Harald Thaler die Studie. Dabei habe sich der Einsatz von modernen Kombikraftwerken, die Gas- und Dampfturbinen einsetzen, etabliert. Für den Zeitraum 2011 bis 2015 schätzt, dass der Anteil des mit Hilfe von Gasturbinen gewonnenen Stroms in Europa um rund 40.000 Gigawatt steigen wird.

"Insbesondere die Bestrebungen, die hochwertige Kraft-Wärme-Kopplung einzusetzen, um den Energiebedarf in der Industrie abzudecken, werden die Nachfrage nach Gasturbinen steigern. Dieser Prozess wird außerdem durch fortwährende Innovationen und technische Weiterentwicklungen auf diesem Gebiet unterstützt", meint Thaler. Die Wettbewerbslandschaft sei deutlich zu beobachten. "Die Deregulierung des Energiemarktes in der EU und der Einstieg der osteuropäischen Länder in den Emissionshandel wird dazu führen, dass sich der relative Anteil der Neuinstallationen von Gasturbinen nach Mittel- und Osteuropa verschieben wird." Der Analyst erwartet für Osteuropa einen Anstieg von 9,2 Prozent in 2004 auf 46 Prozent in 2010. In Westeuropa werde die Zahl der Neuinstallationen im selben Zeitraum von rund 74 Prozent auf 42 Prozent zurückgehen.

Verstärkt werde der Trend durch den zunehmenden Elektrizitätsverbrauch in Osteuropa. Für den Zeitraum von 2005 bis 2010 wird die jährliche Wachstumsrate der Studie von Thaler zufolge in Mittel- und Osteuropa - ohne Türkei - bei drei Prozent liegen. Dabei werden Kroatien und Slowenien den größten Anteil ausmachen. "Trotz aller positiven Signale müssen sich die Marktteilnehmer auch einer Reihe von Herausforderungen stellen. Die noch hohen Anschaffungspreise müssen durch verbesserte Wirkungsgrade, größere Brennstoffflexibilität, Niederlaststabilität sowie geringer Betriebs- und Wartungskosten gerechtfertigt sein", resümiert Thaler.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.energy.frost.com

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