Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Marihuana verursacht keinen Lungenkrebs

26.05.2006


Großstudie stellt Zigaretten schlechteres Zeugnis aus



Der Rauch von Marihuana enthält einige sehr bekannte Karzinogene. Die Rauchinhaltsstoffe enthalten 50 Prozent mehr chemische Stoffe, von denen man weiß, dass sie Lungenkrebs verursachen. Ein einzelner Joint enthält vier Mal so viel Teer als eine reine Tabakzigarette - dennoch schneidet in einer großen Studie an mehr als 2.000 Probanden Marihuana deutlich besser ab, als herkömmliche Tabak-Zigaretten. Das gilt jedenfalls in dem Bereich, in dem es um die Gefahr einer Lungenkrebs-Erkrankung geht, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Scientific American.

... mehr zu:
»Joint »Lunge »Lungenkrebs »Marihuana »Zigarette


"Wir haben erwartet, dass wir unter den extrem starken Marihuana-Konsumenten - also jenen, die von 500 bis 1.000 Joints jährlich rauchen - auch eine größere Zahl an Lungenkrebs-Patienten finden", so Donald Tashkin von der University of California in Los Angeles. In der Untersuchung wurden Bewohner des Los Angeles Countys genauer unter die Lupe genommen. Selbst bei jenen, die mehr als 20.000 Joints in ihrem Leben geraucht hatten, konnte kein erhöhtes Lungenkrebsrisiko festgestellt werden.

Die Forscher hatten 611 Lungenkrebspatienten, 601 Patienten mit Krebserkrankungen im Kopf- und Halsraum sowie mehr als 1.000 Gesunde befragt. Alle Untersuchten waren jünger als 60 Jahre. 80 Prozent der Lungenkrebs- und 70 Prozent der anderen Krebspatienten waren Zigarettenraucher, nur etwa die Hälfte der beider Gruppen hatte Marihuana geraucht. Die Studie machte deutlich, dass sich die Zahl der Krebsfälle mit dem größeren Zigarettenkonsum erhöhte.

Interessanterweise hatte Marihuana trotz seiner zahlreichen bekannten ungesunden Nebenaspekte offensichtlich keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. "Marihuana wird anders geraucht als herkömmliche Zigaretten", so der Forscher. Marihuana-Zigaretten werden lockerer gedreht als Zigaretten. Daher gebe es weniger Filterwirkung und mehr Partikel würden inhaliert. Der Rauch bleibe vier Mal länger in der Lunge und damit werden auch die großen Mengen an gefährlichen Bestandteilen länger in der Lunge deponiert. Die Studie kann allerdings nicht erklären, warum Marihuanakonsum nicht zu Krebs führt. "Möglicherweise hat das mit dem THC zu tun. Dieses könnte ältere Zellen anregen zu sterben und verhindere damit die Bildung von Krebszellen", so der Forscher. Die Studie wurde im Rahmen eines Treffens der American Thoracic Society vorgestellt.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sciam.com

Weitere Berichte zu: Joint Lunge Lungenkrebs Marihuana Zigarette

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie