Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Depotbanken müssen zukünftig mehr leisten

18.05.2006

Neben den Kernaufgaben wie der Abwicklung von Wertpapiergeschäften wünschen sich Fondsgesellschaften von ihren Depotbanken künftig zusätzliche Dienstleistungen. Dabei trauen 89 Prozent der Unternehmen ihren Kreditinstituten auch das gesetzlich vorgeschriebene Reporting zu, insbesondere die Bearbeitung der Meldungen über ihren Außenwirtschaftsverkehr (AWV). Alle Befragten sind sich einig, dass die Depotbanken für Tax Reclaims geeignet sind. Bei den Tax Reclaims geht es darum, die Quellensteuer aus dem Ausland zurückzufordern. Für das Kundenreporting hingegen halten sie ihre Depotbanken für ungeeignet. 70 Prozent der Auftraggeber würden ihren Instituten diese Aufgabe nicht übertragen. Das sind die Ergebnisse der Studie "Die Depotbank als Dienstleister aus Sicht der Fondsgesellschaften" von Steria Mummert Consulting.

Bei den AWV-Meldungen arbeiten die Fondsgesellschaften bereits gut mit den Depotbanken zusammen. 14 von 18 Unternehmen übertragen diese Aufgabe zumindest teilweise einer Depotbank. Allerdings gibt von diesen 14 Fondsgesellschaften nur eine an, die AWV-Meldungen komplett an eine Depotbank zu vergeben, alle weiteren bearbeiten das gesetzliche Reporting zusätzlich intern.

Die Nachfrage für ein Outsourcing ist auch in anderen Bereichen wie dem Ertragsmanagement hoch: Hier wollen die Fondsgesellschaften künftig ihre im Ausland gezahlten Quellensteuern mit Hilfe der Depotbanken zurückfordern (Tax Reclaims). Dieses erfolgt über so genannte länderindividuelle Erstattungsformulare. Die Depotbanken verfügen über das notwendige Know-how, diese ordnungsgemäß auszufüllen. Außer einer sich enthaltenden trauen alle Fondsgesellschaften den Depotbanken diese Aufgabe zu. 13 der befragten Unternehmen lassen ihre Depotbank die Quellensteuer zurückfordern, sieben von ihnen lassen diese Aufgabe sogar ausschließlich von der Depotbank durchführen.

Für die Risiko- und Performance-Messung sowie das Kundenreporting halten weniger als 50 Prozent der Befragten die Depotbanken für geeignet. So sollen zum Beispiel die Performance-Rechnungen auch künftig nicht in den Kompetenzbereich der Depotbanken fallen. Bei der Performance-Berechnung geht es um die Kalkulation der Wertentwicklung eines Fonds und seiner Bestandteile für einen festgelegten Zeitraum. 17 von 18 Fondsgesellschaften führen ihre Berechnungen eigenständig durch, nur 44 Prozent der Befragten stuften die Depotbanken als geeignet ein. Dies liegt nach Ansicht der Fondsgesellschaften an der mangelnden Flexibilität der Banken. Darüber hinaus befürchten die Kapitalanlagegesellschaften einen Kontrollverlust.

Die Presseinformation basiert auf der Studie "Die Depotbank als Dienstleister aus Sicht der Fondsgesellschaften". Steria Mummert Consulting befragte im Zeitraum von Juli bis November 2005 18 Fondsgesellschaften zu ihrer Zusammenarbeit mit Depotbanken.

Jörg Forthmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

Weitere Berichte zu: Depotbank Dienstleistung Fondsgesellschaft Reclaims Tax

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie