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Organmangel. Ist der Tod auf der Warteliste unvermeidbar?

12.05.2006


Europäische Akademie GmbH stellt neueste Studie vor:
F. Breyer, W. van den Daele, M. Engelhard, G. Gubernatis, H. Kliemt, C. Kopetzki, H. J. Schlitt, J. Taupitz: Organmangel. Ist der Tod auf der Warteliste unvermeidbar? Springer-Verlag, Berlin, 2006. ISBN 3-540-33054-2



Jüngste Vorkommnisse in der Transplantationsmedizin haben gezeigt, dass sowohl die Organisation der Organspende als auch das Transplantationsgesetz dringend reformbedürftig sind. Die Studie "Organmangel. Ist der Tod auf der Warteliste unvermeidbar?" der Europäischen Akademie greift diese Problematik auf und gibt detaillierte Handlungsempfehlungen: Die interdisziplinäre Projektgruppe geht den Ursachen des Organmangels auf den Grund und zeigt Wege zu seiner Behebung auf. Die Studie ist das Ergebnis der Arbeit einer interdisziplinären Forschungsgruppe der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH und wurde heute in Berlin vorgestellt.

Der Mangel an Spenderorganen in der Transplantationsmedizin ist ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Da jedes Jahr in Deutschland nahezu 1.000 Patienten auf der Warteliste sterben und etwa 12.000 Patienten auf der Warteliste teilweise großes Leid ertragen, darf die Gesellschaft den Organmangel nicht ignorieren, sondern muss immer wieder von neuem nach Lösungen suchen und ohne Tabus über unterschiedliche Handlungsoptionen diskutieren.

Im Fokus der Untersuchung steht zunächst die postmortale Organspende. Entscheidende Faktoren, die zur Erhöhung des Organaufkommens führen können, sind die Beteiligung der Krankenhäuser an der Erkennung potentieller Organspender, die Koordinierung der Organspende und die Erlaubnis einer Organentnahme durch Spender oder Angehörige. Es werden Strategien aufgezeigt, diese Faktoren positiv zu beeinflussen. Sie reichen unter anderem von einer besseren Refinanzierung der Krankenhäuser über eine Aufhebung des Monopols der Koordinierungsstelle bis zur Einführung der Widerspruchslösung. Hinsichtlich der besonderen Knappheit an Nieren- und Lebertransplantaten werden auch kontrovers diskutierte Ansätze zur Ausweitung der Lebendspende aufgegriffen.

Katharina Mader | idw
Weitere Informationen:
http://www.europaeische-akademie-aw.de

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