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Die Umstrukturierung des Fitnessmarktes setzt sich fort

08.05.2006


Deloitte veröffentlicht die Ergebnisse der aktuellen Studie über den deutschen Fitness - und Wellnessmarkt



Die Marktstudie beinhaltet die Ergebnisse und Analysen der Markterhebung zum 31. Dezember 2005 der Anbieter des deutschen Fitness- und Wellnessmarkts.



Bereits seit fünf Jahren führt Deloitte Marktuntersuchungen im Bereich Fitness und Wellness durch. Nach einer kompletten Erhebung des Marktes im Jahre 2003 und der Fortschreibung im letzten Jahr, präsentiert Deloitte wieder Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2005. Wie schon im letzten Jahr setzt sich die Konsolidierung des deutschen Fitness- und Wellnessmarktes zu Lasten der Einzelstudios weiter fort. Fitnessketten sind insgesamt auch im vergangenen Jahr wieder sowohl bei der Anlagenzahl als auch den Mitgliedschaften gewachsen.

Fortschreitende Reduktion der Anbieteranzahl

Die Anzahl der Fitnessanlagen in Deutschland nahm gegenüber dem Vorjahr um knapp 1% auf nunmehr 5.554 ab. Die Konsolidierung betrifft vor allem Einzelanlagen, während Ketten sowohl ihren Marktanteil (auf derzeit 12% anlagenbezogen) wie auch ihre absolute Anzahl erhöhen. Überproportional sind von der Konsolidierung die Fitnessanlagen für Frauen betroffen. Unterproportional zum Marktanteil verhalten sich die Anteile der Geschäftsaufgaben und Geschäftsübergaben (Verkäufe) bei den Wellnessanlagen.

Gegenläufige Entwicklung der Mitgliedschaften

Trotz geringerer Anlagenzahl ist ein Anstieg der Mitgliedschaften um ca. 4,7% zu verzeichnen. Die Fitnessketten in Deutschland weisen ca. 1,55 Mio. Mitgliedschaften auf und bauen ihren mitgliederbezogenen Marktanteil von 27,3% auf über 30% aus. Die Einzelanbieter verlieren somit wie in den Vorjahren Marktanteile. Die Kategorie der Frauenanlagen profitiert nicht von der positiven Entwicklung des Gesamtmarktes und verliert absolut an Mitgliedschaften.

Umsatzentwicklung stagnierend bis geringfügig ansteigend

Der Durchschnittsbeitrag pro Monat inkl. USt. kann aus zwei Perspektiven untersucht werden. Auf der Betrachtungsebene der Anlagen als Anbieter sinkt er von EUR 44,15 (Vorjahr) auf EUR 41,99. Auf der zweiten Betrachtungsebene wird berücksichtigt, welche Tarife die Mitglieder tatsächlich nachfragen. Erstmalig ist im Jahr 2005 der nachfragebezogene durchschnittliche Monatsbeitrag mit EUR 43,34 (Vorjahr EUR 43,77) höher als der Durchschnittsbeutrag der Anbieter (anlagenbezogen) bei EUR 41,99. Somit sind die Mitgliedschaften bezogen auf den Gesamtmarkt eher in den „teureren“ Anlagen konzentriert. Eine Ausnahme bildet die (größte) Kategorie der gemischten Anlagen, die aufgrund der hier angesiedelten Budget-Anlagen nachfragebezogen mit EUR 37,99 um etwas über einen Euro unter dem Durchschnitt der Anbieter liegt. Insgesamt steht die Branche im Jahr 2005 offensichtlich unter Preisdruck. Der Effekt des Mitgliederzuwachses auf den Branchenumsatz wird durch die Beitragsentwicklung - je nach Betrachtungsebene – aufgehoben oder zumindest stark abgeschwächt.

Regionale Unterschiede

Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und das Bundesland Berlin sind die Regionen mit überproportional vielen Geschäftsaufgaben. Wiederum Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin weisen andererseits überproportional viele Neueröffnungen oder Geschäftsübernahmen von Fitnessanlagen auf. Die drei Stadtstaaten sowie Hessen und Nordrhein-Westfalen sind dabei die Regionen mit den höchsten Reaktionsquoten, d.h. Mitgliedschaften in Bezug auf die Zahl der Einwohner mit 10,7% bis 7%. Am anderen Ende rangieren die ostdeutschen Flächenländer mit Quoten von 3% bis 4%. Die Höhe der Kaufkraft in den Regionen hat einen statistisch nachweisbaren positiven Einfluss auf die Reaktionsquote.

Fitnessketten dominieren in Ballungsräumen

Die Fitnessketten decken einen Großteil des Angebotsspektrums in Deutschland ab. Vom Discount-Konzept über Lifestyle-Anlagen im Medium-Tarifsegment bis hin zu High-End Business- und Health-Clubs reicht das Spektrum der etwa vierzig Kettenanbieter, welche mindestens drei Anlagen betreiben. Die meisten dieser Anbieter fokussieren Städte und Standorte mit Einzugsgebieten ab 60.000 Einwohnern. In Berlin vereinen die Ketten etwa zwei Drittel der Mitgliedschaften auf sich, in Hamburg etwa die Hälfte, in Bremen und Nordrhein-Westfalen immerhin etwa ein Drittel. Die fünf größten Ketten erzielen bundesweit einen Anteil von 19,7% an den Mitgliedschaften.

Studios passen sich an

Der Wettbewerb mündet zum Teil in einen Preiskrieg. In einem speziellen Zeitreihenvergleich von über 345 Fitnessanlagen verringerte sich für 2005 gegenüber dem Vorjahr der Monatsbeitrag von EUR 44,60 auf EUR 41,90 (-6,1%). Zugleich erhöhten sich die durchschnittlichen Mitgliedschaften pro Anlage leicht um 0,4% auf 963, auch da parallel die Kundenbindung verbessert werden konnte (Fluktuationsquote um 3,6% gesenkt auf 24%). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wurde von 18,6 auf 17,6 reduziert, so dass der monatliche Umsatz pro Mitarbeiter um 0,9% leicht anstieg auf EUR 2259,7. Ob Anpassungen in dieser Größenordnung das Überleben sichern können, wird die Zukunft zeigen. Ausgewählte Fitnessketten weisen z.B. einen Anteil der „Zielgruppe 50+“ von über 23% an ihren Mitgliedschaften auf, während das Durchschnittsalter der Mitglieder für den Gesamtmarkt konstant bei 37 Jahren liegt.

Branchenprognose fällt optimistisch aus

Zwei Drittel der befragten Einzelanbieter geben an, dass sie in 2006 die Zahl ihrer Mitgliedschaften steigern werden, knapp 30% gehen davon aus, dass sie ihren Mitgliederbestand zumindest halten können. Dabei wollen etwa 80% ihre Beitragsstruktur stabil halten, während ein Sechstel von einer Erhöhung der eigenen Beiträge ausgeht. Bei den Filialbetrieben ist bei gleicher Prognose zur Tarifentwicklung der Anteil der Anbieter, welche eine Steigerung der Mitgliedszahlen erwartet, mit 75% noch höher. Unter den Ketten beträgt der Anteil mit positiver Erwartung bezüglich des Mitgliederzuwachses knapp 90%, mit einem guten Drittel der Anbieter, welche in 2006 die Tarife erhöhen möchten, drücken die Ketten im Vergleich zu den übrigen Betreibern wiederum den stärksten Optimismus aus.

Fazit

  • Es findet eine fortschreitende Konsolidierung unter den Einzelanbietern statt, während die Ketten ihre Marktanteile ausbauen können.
  • Die ausgewählten Fitnessketten weisen gegenüber dem Gesamtmarkt ein deutlich höheres Wachstum auf.
  • Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Erwartungen der Unternehmen für die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres aus.

Die Studie

Die kostenpflichtige Studie für das Jahr 2005 kann ab sofort zum Preis von € 149,00 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH, Düsseldorf, bestellt werden über Frau Kirsten Osthaus, Tel.: 0211-8772-2369 / E-Mail: kosthaus@deloitte.de. Für weitere Fragen steht unsere Servicenummer: 0211 8772 3755 zur Verfügung.

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit 3.400 Mitarbeitern in 17 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 90 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus fast allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 120.000 Mitarbeitern in nahezu 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig, auch wenn es unter dem Namen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht. Copyright © 2006 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Jan Meyer-Berkhout | Deloitte & Touche GmbH
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