Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleine Veränderungen erhöhen Lebenserwartung deutlich

26.04.2006


Keine Zigaretten, mehr Bewegung und eine bessere Ernährung



Bereits kleine Veränderungen in der Lebensführung können einen erheblichen Einfluss darauf haben wie lange ein Mensch lebt. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Cambridge gekommen, für die Daten von mehr als 25.000 Menschen analysiert wurden. Es zeigte sich, dass Aufhören mit dem Rauchen, mehr Bewegung und eine bessere Ernährung zu der Lebenserwartung eines eigentlich elf bis zwölf Jahre jüngeren Menschen führen können. Die britische Regierung unterstützt laut BBC dieses Forschungsprojekt und startet eine Initiative die die Bevölkerung zu diesen kleinen Veränderungen ihres Lebensstils ermutigen soll.



Die in Norfolk durchgeführte Studie ist Teil der European Prospective Investigation of Cancer (EPIC) Studie, an der mehr als eine halbe Million Menschen in zehn europäischen Ländern teilnimmt. Der britische Teil der Studie begleitet 25.663 Frauen und Männer zwischen 45 und 79 Jahren seit 1993. Untersucht werden ihre Ernährung, Umfeld, Lebenshaltung und Gesundheit. Die Teilnehmer haben regelmäßig Fragebögen ausgefüllt und wurden in regelmäßigen Abständen von Krankenschwestern untersucht. Die aktuellen Ergebnisse ergaben, dass fünf Portionen Früchte und Gemüse zu der Lebenserwartung eines Menschen führen können, der drei Jahre jünger ist. Der Verzicht auf Nikotin drehte die Lebensuhr um vier bis fünf Jahre zurück. Sogar die leichte Erhöhung der körperlichen Aktivitäten kann bis zu drei Jahre bringen.

Das Ausmaß der erforderlichen körperlichen Betätigung hängt jedoch von der ausgeübten Berufstätigkeit ab. Jemand, der im Büro arbeitet bräuchte jeden Tag eine Stunde Sport wie Schwimmen oder Joggen. Ein Mensch mit einem mäßig aktiven Job wie ein Friseur bräuchte nur eine halbe Stunde. Menschen mit körperlich aktiven Jobs wie Krankenschwestern oder Maurer benötigen keine zusätzliche Bewegung. Die leitende Wissenschafterin Kay-Tee Khaw erklärte, dass es vielen Menschen schwer falle, ihren gewohnten Lebensstil zu verändern. "Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass bereits vergleichsweise kleine Veränderungen eine große Auswirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden haben können."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cam.ac.uk

Weitere Berichte zu: Ernährung Lebenserwartung Lebensstil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE