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Stammzellen-Infusion nach Infarkt verbessert Pumpfunktion und beugt Herzinsuffizienz vor

24.04.2006


Deutsche Studie: Angereicherte Stammzellen aus dem Knochenmark unterstützen Reparatur nach dem Infarkt



"Die Infusion angereicherter Zellen aus dem Knochenmark (Progenitorzellen) in das Infarktgefäß von Patienten mit einem akuten Herzinfarkt steht in einem Zusammenhang mit einer verbesserten Erholung der Pumpfunktion, und ist damit ein vielversprechender Therapieansatz, um der Entwicklung einer Postinfarkt-Herzschwäche entgegenzuwirken", berichtet Prof. Dr. Volker Schächinger (Frankfurt) auf der 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim.



Im Rahmen der REPAIR-AMI-Studie (Reinfusion of Enriched Progenitor Cells And Infarct Remodeling in Acute Myocardial Infarction), der ersten doppelblinden, randomisierten, Placebo-kontrollierten klinischen Multicenter-Studie, waren 17 Zentren in Deutschland und der Schweiz beteiligt, 204 Patienten wurden eingeschlossen.

Den Patienten wurde nach dem Infarkt 50 Milliliter Knochenmark in lokaler Anästhesie entnommen, anschließend aufgereinigt, schließlich wurde das "echte" Präparat oder ein Scheinpräparat ("Placebo") in das Infarktgefäß infundiert.

Nach vier Monaten war die Pumpfunktion in der mit dem "echten" Präparat behandelten Gruppe signifikant größer als in der Placebo-Gruppe. Prof. Schächinger: "Die Ergebnisse bestätigen damit die Studien-Hypothese, dass die Infusion von Knochenmark-Progenitorzellen in das Herz ("intrakoronar") bei Patienten mit erfolgreich revaskularisiertem Herzinfarkt zu einer signifikant verbesserten Erholung der Pumpfunktion führt."

Zudem zeigte sich bei Doppler-Untersuchungen eine signifikant verbesserte Durchblutungsmöglichkeit im Infarktgefäß bei den mit Progenitorzellen behandelten Patienten als möglicher Hinweis auf eine verstärkte Gefäßneubildungin der Infarktregion. Die günstigen Effekte auf die Pumpfunktion gehen einher mit einer Reduktion des kombinierten Endpunktes Tod, Herzinfarkt und Wiedereinweisung in ein Spital aufgrund einer Herzinsuffizienz.

Größere Studien seien nun notwendig, um die Wirkung der intrakoronaren Infusion von Knochenmark-Progenitorzellen auf die Morbidität und Mortalität von Patienten mit einem großen akuten Myokardinfarkt und reduzierter linksventrikulärer Funktion zu untersuchen, sagte Prof. Schächinger.

Kontakt:
Prof. Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher der DGK
Christiane Limberg, Pressereferentin der DGK, Tel. im Kongresszentrum 0621-4106-5002
Roland Bettschart, B&K Medien- und Kommunikationsberatung, Tel. im Kongresszentrum 0621-4106-5003 oder mobil 0043 676 6356775

Christiane Limberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgk.org

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