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Frauen sterben häufiger an Herzkrankheiten als Männer

19.04.2006


Geschlechterunterschiede machen Umdenken notwendig



Bei Herzkrankheiten verlagert sich das Hauptaugenmerk nun auf Frauen, berichtet die aktuelle Ausgabe der New York Times. Seit 1984 starben mehr Frauen als Männer an Herzkrankheiten und obwohl die Todesfälle insgesamt sanken, ist ein geringerer Rückgang bei Frauen zu verzeichnen. Nun wird klar, dass es notwendig ist die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Betracht zu ziehen, um Diagnose und Behandlung für Frauen zu verbessern. Bisherige Studien wurden meist an Männern durchgeführt und die Ergebnisse waren nicht ausnahmslos auch auf Frauen umlegbar.

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Die Auslöser für Herzkrankheiten bei Frauen sind seltener als bei Männern verstopfte Arterien, was dazu führt, dass Herzkrankheiten als Auslöser der Symptome nicht in Betracht gezogen werden. Wenn Frauen verstopfte Arterien haben, leiden sie unter stärkeren Symptomen als Männer und haben zusätzlich oft noch andere gesundheitliche Probleme, die eine Operation gefährlicher machen. Auch Bluttests, die bei Männern verlässlich Herzkrankheiten anzeigen, bringen bei Frauen nicht immer verlässliche Ergebnisse. Außerdem sind Frauen anfälliger für temporäre Herz-Fehlfunktionen als Reaktion auf starken Stress.

Die 1996 begonnene Wise-Studie (Women’s Ischemia Syndrome Evaluation) zeigte, dass nur ein Drittel der Frauen mit Symptomen wie Brustkorbschmerzen verstopfte Arterien hatten, bei einem weiteren Drittel war die geringe Blutzufuhr zum Herzen die Folge einer Mikrovaskular-Erkrankung. Dabei erweitern oder verengen sich die kleinen Blutgefäße, die das Herz versorgen. Diese sind aber so klein, dass sie bei der üblichen Untersuchung nicht aufscheinen. Es sind weitere Untersuchungen notwendig, um eine richtige Diagnose stellen zu können. "Die Diagnose ist bei Frauen schwieriger, da die Symptome uncharakteristischer sind als bei Männern", meinte auch Helmut Baumgartner, Universitätsprofessor an der Universitätsklinik für Innere Medizin II, gegenüber pressetext.

Die Geschlechterunterschiede sind nicht nur bei mehreren Ärztekongressen ein wichtiges Thema, es werden auch Info-Kampagnen gestartet, um in der Bevölkerung Bewusstsein für dieses Problem zu schaffen. "Frauen glauben, sie seien mehr durch Krebs gefährdet als durch Kardiovaskulär-Erkrankungen, was nicht stimmt.", erklärt Baumgartner im pressetext Gespräch.

Kristina Sam | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nytimes.com
http://www.meduniwien.ac.at

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