Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochleistungsteams fallen nicht vom Himmel

06.04.2006


Viele Teams sind eher mit sich selbst als mit der optimalen Arbeitsbewältigung beschäftigt - Das Psychologische Institut der Universität Heidelberg sucht Teilnehmer, die ihr Teamverhalten reflektieren möchten - Beantwortung des Online-Fragebogens erfolgt anonym



Teams stellen in der modernen Arbeitswelt einen unverzichtbaren Bestandteil zur flexiblen Bewältigung von Arbeitsanforderungen dar. Dennoch stellen sich Synergieeffekte nicht von alleine ein, und Hochleistungsteams fallen nicht vom Himmel. Im Gegenteil, viele Teams sind eher mit sich selbst als mit der optimalen Arbeitsbewältigung beschäftigt.



Seit geraumer Zeit werden Teamentwicklungsmaßnahmen eingesetzt, die Teamrollen als entscheidenden Erfolgsfaktor hervorheben. Teamrollenkonzepte knüpfen an die Idee an, dass keine Mannschaft - so z.B. im Sport - Erfolg haben kann, solange die unterschiedlichen Fähigkeiten der einzelnen Mitspieler nicht optimal kombiniert werden, getreu dem Motto "Ein Team ist mehr als die Summe seiner Teile".

Um die optimal ausgewogene Mannschaft aufstellen zu können, bedarf es eines genauen Blicks in die unterschiedlichen Fähigkeiten, Vorlieben und Verhaltensweisen der einzelnen Teammitglieder. Wo die eine Mitstreiterin sich am liebsten ganz dem Detail verschreibt, bringt die andere eine Fülle von ungeprüften Ideen hervor. Ist einer ganz der Sache verpflichtet, widmet sich der andere am liebsten dem reibungslosen und harmonischen Miteinander unter den Teammitgliedern. Wer sich als Spezialist einbringt, wird selten als der große Generalist und Koordinator wirken wollen. Auf das optimale Miteinander kommt es also an.

Nur welche Aspekte sind dabei wirklich von Belang, wenn es um Teamperformance geht? Die Bandbreite der Verhaltensweisen und Vorlieben in Teams ist so groß, dass frühere Teamrollenkonzepte den Fokus oftmals einseitig auf die spezifischen Aufgabenvorlieben der Teammitglieder legten - und dabei gleichzeitig die emotionalen Reaktionen und das soziale Miteinander vernachlässigten. Doch die besten Experten an einem Tisch und eine ausgewogene Mischung aus Fähigkeiten reichen nicht aus, wenn es menschlich "nicht stimmt", wenn das Verständnis füreinander fehlt und wenn es niemanden gibt, der sich der unterschiedlichen sozio-emotionalen Aspekte im Team annimmt.

Die Einschränkungen früherer Teamrollenkonzepte versucht das neu entwickelte Heidelberger Teamrollen-Inventar (HEI-TRI) zu überwinden. In den Fokus rücken nun nicht nur Vorlieben bezüglich der Aufgabenbearbeitung, sondern auch persönliche Interaktionsstile. Das neuartige Online-Verfahren eignet sich für Teammitglieder aller Branchen, vor allem für klassische Projektteams, Qualitätszirkel und Führungskräftemeetings. Aber auch andere Teams, in denen ein hoher Koordinations- und Abstimmungsaufwand betrieben wird - beispielsweise in interdisziplinären Bereichen des Gesundheitswesens oder teilautonomen Arbeitsgruppen des produzierenden Gewerbes - können von HEI-TRI profitieren.

Das Psychologische Institut der Universität Heidelberg sucht für die Teilnahme an einem internationalen Kooperationsprojekt mit der Universität Bern (Schweiz) noch freiwillige deutschsprachige Teilnehmer, die ihr Teamverhalten reflektieren möchten. Die Teilnahme an HEI-TRI ist an keine Voraussetzungen gebunden, solange ein internetfähiger Computer und ein gängiger Browser zur Verfügung stehen. Da die Beantwortung des Online-Fragebogens anonym erfolgt, erhält jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin unmittelbar nach Beendigung des Fragebogens automatisch persönliches Feedback. Nach Abschluss der Untersuchung werden die Ergebnisse und neu gewonnenen Erkenntnisse bekannt gemacht.

Weitere Infos und Teilnahme unter:
http://knut.psi.uni-heidelberg.de/heitri

Rückfragen bitte an:
Dipl.-Psych. Matthias Blümke
Psychologisches Institut der Universität Heidelberg
Hauptstr. 47-51, 69117 Heidelberg
Tel. 06221 547362, Fax 547745
matthias.bluemke@psychologie.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher der Universität Heidelberg
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

und
Irene Thewalt
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://knut.psi.uni-heidelberg.de/heitri
http://www.uni-heidelberg.de

Weitere Berichte zu: HEI-TRI Hochleistungsteam Teammitglied Teamrollenkonzept

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

Junge Physiologen Tagen in Jena

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

25.09.2017 | Messenachrichten

Fraunhofer ISE steigert Weltrekord für multikristalline Siliciumsolarzelle auf 22,3 Prozent

25.09.2017 | Energie und Elektrotechnik

Die Parkinson-Krankheit verstehen – und stoppen: aktuelle Fortschritte

25.09.2017 | Medizin Gesundheit