Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frau und Auto: Babyboomer schlagen Generation @

24.03.2006


Kompetenzzentrum "Frau und Auto" der Hochschule Niederrhein verglich die Wachstumschancen der Autobranche in sechs weiblichen Altersklassen



Die weiblichen Käufer sind für die Autobranche der Wachstumsmarkt schlechthin. Hat bereits jetzt fast jedes dritte Auto eine Frau als Besitzerin, so wird in wenigen Jahren ihr Anteil auf bis zu 50 Prozent steigen. Berufstätig, allein lebend und immer mobiler - das trifft auf immer mehr Frauen zu. Von welchen Altersklassen und welchen Modellwünschen gehen aber die stärksten Impulse aus? Das untersuchten 25 Studierende des Marketing-Seminars von Professorin Doris Kortus-Schultes im Kompetenzzentrum "Frau und Auto" der Hochschule Niederrhein. Auf der Basis von Führerschein- und Halterquoten sowie gesellschaftlicher Entwicklungen ergaben sich für alle sechs Altersgruppen spezielle Empfehlungen. Besondere Wachstumschancen werden der Gruppe der "Babyboomer" und der "Generation Golf" eingeräumt, aber auch die "Generation @" und die "Generation Silber" seien nicht zu unterschätzen, so die Studierenden und die Projektleiterin.



Die geburtenstarken Jahrgänge der "Baby-Boomer", die Frauen zwischen 40 und 49 Jahren, treten in eine neue Lebensphase, denn nach der Nestbauphase sind die Kinder jetzt weitgehend flügge. Lang gehegte Wünsche nach "etwas Schickerem" können nun realisiert werden. "Das Mamma-Mobil wird getauscht in ein Me-Mobil", bringt es Prof. Dr. Kortus-Schultes auf den Punkt. Der Geländewagen oder das Cabrio muss kein Traum mehr bleiben, denn auch vom Ausgabepotenzial sind diese Frauen für Hersteller und Händler besonders attraktiv.

Sowohl in der Führerscheinquote wie beim Einkommen stehen ihnen die Frauen aus der "Generation Golf" kaum nach. Die 30- bis 39-Jährigen sind quasi mit dem Auto aufgewachsen und in einer Lebensphase mit überdurchschnittlichem Verdienst angekommen. Vor allem wird ihre Altersgruppe von der vorgelagerten, der "Generation @", in den nächsten Jahren gut "aufgefüllt", fanden die Studenten heraus. Diese 17- bis 29jährigen Frauen sind als Käufer eine besondere Zielgruppe. "Untersuchungen zeigen, dass der erste eigene Wagen und die damit verbundenen Erlebnisse aus der Jugend das ganze weitere Autofahrerleben prägen", stellt Professorin Kortus-Schultes fest. Um sie sollte sich die Branche besonders bemühen. Besonders beliebt bei dieser Altersgruppe sind französische Autos, weil sie serienmäßig Extras haben wie elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung und über ein gutes Image verfügen. "Sie stehen im Ruf, mehr auf weibliche Wünsche einzugehen als deutsche Hersteller", so ein Student.

Nicht vernachlässigt werden sollten aber auch die über 70-Jährigen, die "Generation Silber". Denn sie können heute länger Auto fahren als früher - Star-Operationen ermöglichen ein gutes Sehen bis ins hohe Alter - und können auf Erspartes "auf der hohen Kante" zurückgreifen. Die Führerscheinquote wird in dieser Altersklasse in den nächsten Jahren stark anwachsen.

Kontakt: Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes,
Tel. 02161-186-6327 oder 0212-331800

Rudolf Haupt M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/
http://www.frau-und-auto.hsnr.de

Weitere Berichte zu: Altersgruppe Führerscheinquote Professorin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten