Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ruf nach Modernisierung kurbelt Markt für elektronische Fahrzeugsysteme an

09.03.2006


Partnerschaften zwischen internationalen Konzernen und lokalen Unternehmen sind das Gebot der Stunde



Die hohe Zahl an zivilen Opfern und die zunehmende Bedeutung der Truppensicherheit bei militärischen Einsätzen hat die Streitkräfte der Europäischen Union und der NATO dazu veranlasst, verstärkt in die neuesten Technologien elektronischer Fahrzeugsysteme - so genannter Vectronics - zu investieren. Dabei spielen besonders die "Situational Awareness Tools" in Militärfahrzeugen eine wichtige Rolle, die speziell in kleinen Truppeneinsätzen die Übersicht über die gegebene Situation ermöglichen.



Eine Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan hat ergeben, dass die Nachfrage nach Vectronics den europäischen Markt für Bodensysteme ankurbeln wird. Die Ausgaben in diesem Marktsegment sollen zwischen 2005 und 2014 etwa 5,5 Milliarden US-Dollar betragen.

Der Ruf, die europäischen Landstreitkräfte zu modernisieren, war noch nie so deutlich wie heute. Damit verbunden ist die Forderung, vernetzte Operationssysteme einzusetzen, die Lageinformationen zu einem vereinheitlichten Kommando zusammenführen sollen: "Battle Management Systeme werden zum Schlüsselfaktor, um die Streitkräfte miteinander zu verbinden. Das fördert einen schnellen Informationsfluss und unterstützt das Konzept der netzwerkzentrierten Kriegsführung (Network Centric Warfare,NCW)," erläutert Christopher M. Dabrowski, Aerospace and Defence Analyst bei Frost & Sullivan.

Europas Markt konsolidiert sich

Da sich der europäische Markt für Verteidigungssysteme noch in der Konsolidierungsphase befindet, rechnet Dabrowski für den Zeitraum von 2005 bis 2014 mit niedrigen Beschaffungszahlen und erwartet deshalb einen verstärkten Konkurrenzkampf. "Marktteilnehmer, denen es gelingt, auf dem Sektor der Battle Management Systeme eine führende Position zu besetzen, werden am besten in der Lage sein, marktübergreifende Lösungen anzubieten."

Ein weiteres Problem für den Markt für elektronische Fahrzeugsysteme liegt darin, dass viele Regierungen das Know-how - gerade bezüglich ihrer Verteidigung - weitestgehend im eigenen Land behalten wollen. Deshalb ziehen sie weniger attraktive Angebote von lokalen Herstellern den qualitativ besseren Offerten ausländischer Wettbewerber vor. Das wirkt sich auf die Konkurrenzfähigkeit des Produktes aus und treibt gleichzeitig die Kosten für die Verteidigungsministerien künstlich in die Höhe. Eine Tatsache, die interessierte "ausländische" bzw. nicht-europäische Unternehmen bei Investitionsinteresse enorm einschränkt. Häufig liegt in einem solchen Fall die einzige Möglichkeit einer Beteiligung der Unternehmen in Partnerschaften oder der Gründung von Tochterfirmen.

Hersteller müssen ihre Produktpalette ausbauen

Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, gilt es, das Sortiment zu erweitern. Beispielsweise stellen die Großen der Verteidigungsindustrie vermehrt hochwertige Produkte und Systemlösungen für die moderne vernetzte Operationsführung bereit. Davon profitieren nicht zuletzt auch Software-Hersteller: sie bieten preiswerte und skalierbare Technologien an und nutzen die Vorteile ihrer umfassenden IT-Sachkenntnisse, um kundenspezifische und preiswerte Softwarelösungen für Battle Management Systeme auf den Markt zu bringen.

"Wirksame Partnerschaften zwischen den Hauptakteuren der Verteidigungsindustrie und regionalen IT-Unternehmen werden aller Wahrscheinlichkeit nach die beste Lösung für Großkunden sein. Sie bieten eine Kombination aus regionaler Software-Expertise und jahrelanger verteidigungspolitischer Erfahrung. Diese Verbindung können sie als preiswertes Paket anbieten," fasst Christopher Dabrowski zusammen.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan allen interessierten Lesern eine kostenfreie Einführung in die strategische Analyse der europäischen Bodensysteme ISTARs: elektronische Fahrzeugsysteme (B454-16) in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen unter Angabe von Name, Firmenname, Position, Telefonnummer, Email-Adresse, Stadt und Land können gerichtet werden an Anna Lay, Corporate Communications (anna.lay@frost.com).

Titel der Analyse: European Land-based ISTARs: Vehicle Electronics Systems, 2005-2014
(B454-16)

Frost & Sullivan

Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die ihre Kunden bei allen strategischen Entscheidungen zur lokalen als auch globalen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten unterstützt. Analysten und Berater erarbeiten pragmatische Lösungen, die zu überdurchschnittlichem Unternehmenswachstum verhelfen. Seit mehr als vierzig Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über ein einzigartiges Spektrum an Dienstleistungen und einen enormen Bestand an Marktinformationen. Frost & Sullivan arbeitet mit einem Netzwerk von mehr als 1000 Industrieanalysten, Beratern und Mitarbeitern und unterhält 25 Niederlassungen in allen wichtigen Regionen der Welt.

Weitere Informationen:

Anna Lay
Corporate Communications
Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel.: 069-77033-12
Fax: 069-234566
E-Mail: anna.lay@frost.com

Anna Lay | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://aerospace.frost.com
http://www.frost.com

Weitere Berichte zu: Analyst Fahrzeugsystem Vectronic Verteidigungsindustrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise