Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie müssen Handy-Bezahlverfahren gestaltet sein, damit sie genutzt werden?

07.03.2006


Neue Verbraucherstudie der Augsburger Mobile Payment-Experten / Teilnahme an Umfrage unter http://www.wi-mobile.de/mp3 erfordert kein Spezialwissen.



Knapp 50 Prozent aller Deutschen können sich gut vorstellen, mit dem Handy zu bezahlen, in vielen Fällen wäre dies sogar die bevorzugte Art der Bezahlung. Der Haken an der Sache: Es werden bisher keine Verfahren auf dem deutschen Markt angeboten, die den Wünschen der Kunden entsprechen. Wie muss ein mobiles Bezahlverfahren aussehen, damit es von den Kunden angenommen wird? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Umfrage der Universität Augsburg, die derzeit per Internet-Fragebogen (http://www.wi-mobile.de/mp3) durchgeführt wird.



Die Umfrage ist Teil der unabhängigen Studie "Akzeptanzkriterien für mobile Bezahlverfahren (MP3)" und baut auf zwei vorangegangenen Studien auf. Die erste Studie MP1 befasste sich dabei 2002 mit der Ermittlung der grundlegenden Anforderungen an ein mobiles Bezahlverfahren. Es wurde ermittelt, in welchen Betragshöhen Zahlungen als sinnvoll angesehen werden und wer das Bezahlverfahren bevorzugt abwickeln soll. Aus den gewonnenen Daten wurden erstmals konkrete Szenarien abgeleitet, die in der zweiten Studie MP2 im Jahr 2003/2004 weiter untersucht wurden. Dabei wurde mit großem Aufwand für 40 Alltagssituationen konkret ermittelt, welche Anforderungen und Präferenzen die Verbraucher bei einer bestimmten Zahlung haben. Hierdurch konnte bereits ein recht präzises Profil eines optimalen mobilen Bezahlsystems für den deutschen Markt abgeleitet werden, das in Kombination mit theoretischen Analysen zum Mobile-Payment-Referenzmodell (MPRM) der Augsburger Forscher führte.

"Wir haben vorgeschlagen, dass die deutschen Mobilfunkanbieter und Banken das Problem gemeinsam lösen", so Dr. Key Pousttchi, Leiter der Arbeitsgruppe Mobile Commerce am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering der Universität Augsburg. "Nachdem dies auf dem Markt nicht realisierbar ist, verfeinern wir nun unsere Modelle und werden Möglichkeiten finden, auch auf einem anderen Weg zum Ziel zu kommen." Und das Ziel lautet: Einführung von verbraucherfreundlichen und vor allem weit verbreiteten mobilen Bezahlverfahren. Ein wesentlicher Teil dieser Arbeit ist die neue Mobile-Payment-Studie MP3. Untersucht werden beispielsweise Fragen zur Gestaltung der Benutzerschnittstelle, Erfordernis bestimmter Sicherheitsmerkmale, Notwendigkeit der Standardisierung, Klärung der Rolle der Banken sowie detaillierte Vergleiche mit anderen Bezahlsystemen wie Bargeld, Kreditkarte oder Online-Überweisung. Außerdem werden erstmals Zusammenhänge zwischen Mobile Payment und Mobile Marketing erforscht.

MITMACHEN KANN JEDER, DER EIN HANDY BESITZT

Um diese Fragestellungen beantworten zu können, bitten die Augsburger Forscher um möglichst zahlreiche Teilnahme an ihrer Umfrage. Die Untersuchungsergebnisse werden wissenschaftlich veröffentlicht und auch die Teilnehmer selbst können auf Wunsch nach Abschluss der Studie eine Auswertung der Ergebnisse erhalten. Für die Beantwortung der Fragen ist kein Spezialwissen erforderlich, relevant ist nur die persönliche Einstellung und Einschätzung jedes einzelnen Kunden. Mitmachen kann also jeder, der ein Handy besitzt. Die Umfrage kann im Internet unter http://www.wi-mobile.de/mp3 aufgerufen werden.

PRESSEKONTAKT:
Dr. Key Pousttchi
Arbeitsgruppe Mobile Commerce
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering (WI-SE)
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (177) 6319508
key.pousttchi@wi-mobile.de

FRAGEN ZUR UMFRAGE MP3:
Laura Goeke
Arbeitsgruppe Mobile Commerce
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering (WI-SE)
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (821) 598-4431
Fax +49 (821) 598-4432
laura.goeke@wi-mobile.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.wi-mobile.de
http://www.wi-mobile.de/mp3

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften