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Strenge Umweltvorschriften und steigende Rohstoffpreise prägen Markt für Polymer-Schaumstoffe

27.02.2006


Hersteller haben mit unsicheren Gewinnmargen und der Nachfrage nach ökologisch verträglichen Produkten zu kämpfen



Immer striktere Umweltvorschriften und stetig steigende Rohstoff- und Energiekosten prägen den Markt für Polymer-Schaumstoffe. Eine Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan hat ergeben, dass diesen Hürden zum Trotz die Umsätze des Europamarktes für Polymer-Schaumstoffe von 4,7 Milliarden Euro in 2004 auf etwa 6,71 Milliarden Euro im Jahr 2011 ansteigen. Das Marktwachstum von jährlich durchschnittlich 5,2 Prozent soll nicht zuletzt durch die Konzentration auf neue Applikationsbereiche möglich werden.



Eine der größten Herausforderungen für die Marktteilnehmer stellt der Anstieg der Rohölpreise dar. Betroffen sind nicht nur die Lieferanten von Polymer-Schaumstoffen, sondern auch eine Vielzahl von Biochemikalienherstellern, die sich allesamt mit den gestiegenen Kosten arrangieren müssen. In solchen Bereichen der Schaumstoffindustrie, die Diphenylmethandiisocyanat- (MDI) und Toluylendiisocyanat (TDI) verwenden, ist dies besonders deutlich zu spüren. Zwei Beispiele: DOW, einer der führenden Lieferanten in diesem Gebiet, sah sich 2004 gezwungen, die Preise für MDI und TDI zu verdreifachen. Ebenso musste die BASF, die ebenfalls die Polyurethan (PUR)-Schaumstoff-Industrie beliefert, bis Anfang 2005 die Preise für ihre Pluracolpolyol-Produkte verdoppeln.

"Einerseits profitieren die Lieferanten von der Kostenerhöhung, andererseits müssen sie aber auch mit der abnehmenden Gewinnspanne als Folge der rasch steigenden Energiekosten rechnen", stellt Hariharan Ramasubramanian, Frost & Sullivan Analyst, fest.

Eine entscheidende Rolle kommt dabei dem Kostenbewusstsein der Endverbraucher zu: vor allem im Warensegment der Komfort- und Verpackungsapplikationen dürften die Kunden nicht bereit sein, die zu erwartenden Preissteigerungen aufzufangen. Solche Lieferanten, denen es trotzdem gelingt die Preiserhöhungen auf ihre Kunden umzulegen, ohne sie an ihre Mitbewerber zu verlieren, sieht Ramasubramanian auch zukünftig erfolgreich am Markt positioniert.

Neue Applikationsbereiche bieten Chancen

Viele Unternehmen aus der Polymer-Schaumstoffindustrie verlegen mittlerweile ihre Fertigungen in osteuropäische Billiglohnländer. Das zwingt westliche Zulieferer, mit einer wesentlichen Verringerung ihres Kundenbestandes zu kalkulieren. Besonders betroffen sind dabei gerade jene, die sich auf bestimmte Endverbrauchermärkte wie beispielsweise Verpackungen aus EPS (Expandable Polystyrene) spezialisiert haben. Fällt entsprechend ein Produktionszweig weg, werden Kapazitäten freigesetzt, die richtig genutzt für die Unternehmen auch eine Chance bieten.

"Firmen sollten sich überlegen, wie sie dieses wiedergewonnene Leistungspotential in anderen Bereichen einsetzen können", rät Analyst Ramasubramanian. "Eine Möglichkeit läge zum Beispiel in der Spezialisierung auf Nischenapplikationen, die von der veränderten Marktlage bisher nicht betroffen sind - etwa Segmente im Sport- und Freizeitbereich, sowie in der Luft- und Raumfahrt."

Derartige innovative Produktentwicklungen erfordern allerdings enorme Investitionen in den Forschungs- und Entwicklungsbereich. Für die Lieferanten bedeutet das, dass sie beträchtliche Mittel bereitstellen müssen, um langfristig wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Ökologisches Imagebuilding ist gefragt

Obwohl Schaumstoffisolierungen helfen, enorme Mengen Energie zu sparen, haben Hersteller von Polymer-Schaumstoffen in ökologischer Hinsicht noch immer mit dem schlechten Image ihrer Produkte zu kämpfen. Gerade die Tatsache, dass bei der Herstellung noch häufig Treibmittel verwendet werden, korreliert mit den immer strenger werdenden Umweltauflagen in den meisten europäischen Staaten. Zwar existieren bereits umweltfreundliche Treibmittel, diese sind allerdings eine kostspielige Alternative, weshalb bisher nur wenige Hersteller von Schaumstoffen auf diese Möglichkeiten zurückgreifen. Immerhin jedoch befinden sich preisgünstigere sowie umweltfreundlichere Treibmittel bereits in der Entwicklung.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan allen interessierten Lesern eine kostenfreie Einführung in den europäischen Markt für Polymer-Schaumstoffe in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen unter Angabe von Name, Firmenname, Position, Telefonnummer, Email-Adresse, Stadt und Land können gerichtet werden an Anna Lay, Corporate Communications (Anna.Lay@frost.com).

Titel der Analyse: European Markets for Polymer Foams (B514-39)

Information

Die Frost & Sullivan Analyse umfasst alle wichtigen Polymer-Schaumstoffsorten einschließlich Polyurethan, expandierbares Polystyrol, Polyvinylchlorid (PVC), Polyolefine und Schaumstoffe aus Phenol.

Frost & Sullivan

Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die ihre Kunden bei allen strategischen Entscheidungen zur lokalen als auch globalen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten unterstützt. Analysten und Berater erarbeiten pragmatische Lösungen, die zu überdurchschnittlichem Unternehmenswachstum verhelfen. Seit mehr als vierzig Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über ein einzigartiges Spektrum an Dienstleistungen und einen enormen Bestand an Marktinformationen. Frost & Sullivan arbeitet mit einem Netzwerk von mehr als 1000 Industrieanalysten, Beratern und Mitarbeitern und unterhält 25 Niederlassungen in allen wichtigen Regionen der Welt.

Weitere Informationen:

Anna Lay
Corporate Communications
Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel.: 069-77033-12
Fax: 069-234566
E-Mail: Anna.Lay@frost.com

Anna Lay | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://chemicals.frost.com
http://www.presse.frost.com

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