Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung an einem neuen Gerinnungshemmer zur Schlaganfallprophylaxe

24.02.2006


Forscher von GlaxoSmithKline (GSK) entwickeln derzeit einen neuartigen oralen Gerinnungshemmer zur Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF). Für eine 20-wöchige Phase-II-Studie sucht das Unternehmen ab sofort Patienten mit nicht-rheumatischem Vorhofflimmern, bei denen ein geringes oder mittleres Schlaganfallrisiko besteht. Erste Untersuchungen wiesen darauf hin, dass die neue Substanz nur minimale Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten aufweist und im Vergleich zu anderen bisher zugelassenen Gerinnungshemmern einen geringeren Kontrollaufwand erfordern könnte.


Für die aktuelle Studie werden noch bis Ende Mai Teilnehmer rekrutiert. Patienten mit NVAF, bei denen ein geringes und mittleres Schlaganfallrisiko besteht, sind gemäß den ACCP- und ACC/AHA/ESC-Kriterien definiert als:

  • Patienten < 60 Jahre ohne Herzerkrankung;
  • Patienten < 60 Jahre mit Herzerkrankung, aber ohne Risikofaktoren (Herzversagen, linksventrikuläre Auswurffraktion unter 35 %, Hypertonie in der Anamnese, Diabetes oder frühere Embolie);
  • Patienten > 60 und < 75 Jahre ohne Risikofaktoren und ohne Herzerkrankung.

Es sollte ausgeschlossen sein, dass die Patienten bereits einen Myokardinfarkt, einen Schlaganfall, eine TIA oder ein anderes Herz-Kreislauf-Ereignis hatten. Die Patienten dürfen im vergangenen Jahr weder wegen eines Bluthochdrucks noch eines Diabetes in ärztlicher Behandlung gewesen sein. Eine frühere Embolie muss ausgeschlossen sein. Patienten, die mit Antithrombotika behandelt werden, können ebenfalls nicht in die Studie aufgenommen werden. Während des 20-wöchigen Beobachtungszeitraums werden die Teilnehmer in regelmäßigen Abständen von dem Studienarzt und seinen Mitarbeitern untersucht.

Das nicht-rheumatische Vorhofflimmern (non valvular atrial fibrillation, NVAF) ist die häufigste Herzrhythmusstörung, die mit einem vier- bis fünffach erhöhten Schlaganfallrisiko einhergeht. Die chronische Gabe eines oralen Gerinnungshemmers ist die Standardtherapie bei Hochrisikopatienten. Die verfügbaren Vitamin-K-Antagonisten erfordern allerdings wegen schwieriger Steuerbarkeit und Wechselwirkungen ein regelmäßiges Monitoring der Gerinnungsparameter. Daher besteht ein großer Bedarf an therapeutischen Alternativen.



Unternehmensinformation

GlaxoSmithKline – eines der weltweit führenden forschungsorientierten Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Sonja Luz | GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Weitere Informationen:
http://www.glaxosmithkline.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

6. Leichtbau-Tagung: Großserienfähiger Leichtbau im Automobil

23.08.2017 | Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns

23.08.2017 | Physik Astronomie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Mit Algen Arthritis behandeln

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie