Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Impfstoff gegen Vogelgrippe erstmals an Kindern gestestet

17.02.2006


Ausrichtung auf Kinder laut Experten entscheidend



Die erste klinische Studie mit einem Impfstoff gegen Vogelgrippe wird in Kürze am Center for Vaccine Development an der Saint Louis University stattfinden. Die Wissenschafter wollen den aus einer inaktiven Form des potenziell tödlichen Virus H5N1 hergestellten Impfstoff an 120 Kindern im Alter zwischen zwei und neun Jahren testen. Basis für die Herstellung war ein Virenstamm, der in Vietnam nachgewiesen wurde. Dieser Impfstoff wurde durch die National Institutes of Health bereits an Erwachsenen erprobt.

... mehr zu:
»Impfstoff »Pandemie »Vogelgrippe


Der leitende Wissenschafter Robert Belshe erklärte, es sei von entscheidender Bedeutung, dass ein Impfstoff besonders auf Kinder ausgerichtet sei, da sie besonders anfällig für eine Erkrankung sind und über andere Immunreaktionen als Erwachsene verfügen. Zusätzlich wird angenommen, dass Kinder eine Schlüsselrolle bei einer möglichen Ausbreitung der Vogelgrippe zu einer Pandemie spielen könnten. Derzeit werden Teilnehmer für die vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases finanzierte Studie gesucht. Belshe erklärte gegenüber der BBC, dass man sich keine Sorgen über das Wohlergehen der teilnehmenden Kinder machen müsse. Die möglichen Nebenwirkungen seien gering und würden sich auf einen wunden Arm und ein einfach zu behandelndes leichtes Fieber beschränken. "Wir sind überzeugt, dass unser Vorgehen sicher sich und uns eine große Menge an Informationen liefern wird wie der Impfstoff im Notfall zu verabreichen sein wird." Der Impfstoff wird in den Eiern von Hühnern hergestellt. Es gibt Befürchtungen, dass es durch das Herstellungsverfahren, das ein Ei pro Dosis erfordert, im Falle einer Pandemie zu Versorgungsengpässen kommen könnte.

Der Virologe John Oxford von der Barts and the London Queen Mary’s School of Medicine and Dentistry http://www.smd.qmul.ac.uk meinte, dass viele Pharmaunternehmen an der Entwicklung eines Impfoffes gegen das Virus H5N1 arbeiteten. Die Konzentration auf diese Krankheit sei so groß wie nie zuvor. Es gäbe jedoch eine Uneinigkeit zwischen den Wissenschaftern darüber, ob Impfstoffe gegen bestehende Virenstämme geschaffen und auf Vorrat hergestellt werden sollten. Zahlreiche Experten glauben, dass es besser wäre zu warten und im Falle einer Pandemie einen Impfstoff herzustellen, der genau auf den auslösenden Virentyp abgestimmt ist. Oxford vertritt die Auffassung, dass ein Impfstoff auf Vorrat hergestellt werden sollte, der im Falle einer Pandemie entsprechend verändert wird. "Es erscheint sinnvoll, mit dem zu arbeiten, was uns derzeit zur Verfügung steht. Die britische Regierung hat bereits zwei Millionen Einheiten des H5N1-Impfstoffes erworben."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://medschool.slu.edu/vaccine
http://www.nih.gov
http://www3.niaid.nih.gov

Weitere Berichte zu: Impfstoff Pandemie Vogelgrippe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften