Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Faszination Marathon... Eine Analyse der Marathonszene in Deutschland 2005

31.01.2006


Die Running Szene boomt in Deutschland! Insbesondere die Faszination am Marathon ergreift immer mehr Menschen. Lauf-Events sind bei Läufern, Zuschauern, Organisatoren und Sponsoren gleichermaßen beliebt. Oftmals wird die klassische Marathondistanz durch zusätzliche Laufstrecken und ein attraktives Rahmenprogramm ergänzt. Die Anzahl der Laufveranstaltungen sowie die Entwicklung der Teilnehmer- und auch Zuschauerzahlen belegen diesen Trend.



Am Lehrstuhl für Sportmanagement von Prof. Dr. Thomas Bezold an der Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau wurden die organisatorischen Strukturen der Marathonszene in Deutschland 2005 und die damit verbundenen Managementaspekte aufgegriffen und im Rahmen einer Diplomarbeit von Herrn Markus Kaiser, Sportmanagement-Student im 8. Semester, empirisch analysiert und ausgewertet. Die nachfolgende Zusammenfassung stellt die wichtigsten Ergebnisse der Studie vor, bei Interesse stellen wir Ihnen den gesamten Artikel (5 Seiten), der genaue statistische Angaben und Tabellen zu den Ergebnissen beinhaltet, gerne zur Verfügung.



Laufveranstaltungen erlebten in den letzten fünf Jahren einen regelrechten Boom in Deutschland, dem die Veranstalter auf verschiedene Weise begegnen. In Bezug auf die Teilnehmer lassen sich drei Cluster konstruieren: Kleine Laufveranstaltungen mit bis 500 Teilnehmern, mittlere Laufveranstaltungen mit 500 bis 2500 Teilnehmern sowie große Laufveranstaltungen mit über 2500 Teilnehmern, wobei letztere nochmals in Mega-Veranstaltungen ab 15 000 Teilnehmern eingeteilt werden können. In organisatorischer Hinsicht wird im Rahmen einer kooperativen Verbundorganisation auf die wachsenden organisatorischen Herausforderungen reagiert, die die traditionell nicht gewinnorientierten Vereine, teilweise mit verbandlicher Unterstützung, mit kommerziellen Organisationen kooperieren lässt. Dabei hat der Verein seine beherrschende Stellung bewahrt, auch wenn er bei den großen City-Marathons durch kommerzielle Veranstaltungs- oder Marketingagenturen abgelöst wurde. In personeller Hinsicht spielt dabei die Nutzung von ehrenamtlichen Kräften nach wie vor eine zentrale Rolle. In technischer Hinsicht hat der "ChampionChip" bei der Zeitmessung eine sehr breite Akzeptanz erreicht. Die wichtigsten finanziellen Einnahmequellen stellen durch alle Größenklassen hinweg die Teilnahmegebühren und das Sponsoring dar, wobei die große Mehrheit der Veranstalter mit einem Sponsorenpool von 10-20 Partnern arbeitet. Circa ein Drittel nutzt bereits ein kommerzielles Namingright. Startnummern, Banden, eine eigene Internetpräsenz und Start-/Zielbrücken sind die beliebtesten Sponsoringmaßnahmen. Bei den Sponsoren dominieren Firmen aus Sportartikelindustrie und -handel sowie aus Lebensmittel- und Getränkeindustrie. In der Kommunikation mit der Laufszene ist die Nutzung des Internets für Information und Anmeldeformalitäten nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus stellen die Mund-zu-Mund-Propaganda unter den Läufern, Printanzeigen in regionaler Presse und Fachzeitschriften sowie die Präsenz bei anderen Laufevents die wichtigsten Medien dar. Der Laufkalender in Deutschland lässt, was die Auswahl anbetrifft, kaum Wünsche offen. Während der Hauptsaison von April bis Oktober hat man im Durchschnitt pro Wochenende fünf bis sechs Marathons zur Auswahl. Bei der großen Mehrheit der Laufevents werden neben der klassischen Marathondistanz im Durchschnitt noch drei bis vier weitere Strecken und/oder andere Disziplinen wie Inliner oder Nordic Walking angeboten, wobei die Halbmarathondistanz, 10km-Läufe sowie kurze Strecken für Kinder und Jugendliche am beliebtesten sind.

Quellenverzeichnis:
Kaiser, M.: Analyse der Marathonszene in Deutschland 2005. Unveröffentlichte Diplomarbeit. Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau, Studiengang BK "Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement", 2005.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Thomas Bezold
Lehrstuhl für Sportmanagement
Reinhold-Würth-Hochschule der
Hochschule Heilbronn in Künzelsau
Daimlerstraße 35
74653 Künzelsau
Tel. 0740-1306251
Mobil 0173-2106822
Email: bezold@hs-heilbronn.de

Martina Braesel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-heilbronn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie