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Arbeitsmarkt: Mangel an qualifiziertem Personal zu befürchten

09.12.2005


Verstärkte Bildungsanstrengungen nötig



Die Suche nach einem Job wird auch in den nächsten Jahren den deutschen Arbeitsmarkt beherrschen. Erst im folgenden Jahrzehnt werden die demografische Entwicklung und der Anstieg der Erwerbstätigkeit die Arbeitslosigkeit in Deutschland deutlich vermindern. Erst um 2020 erwarten Experten eine Halbierung der Arbeitslosenrate. Diese Ergebnisse sind einer aktuellen Langfristprojektion des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu entnehmen. Ohne verstärkte Bildungsanstrengungen bestehe jedoch die Gefahr, dass es zu einem Fachkräftemangel bei immer noch hoher Arbeitslosigkeit kommt, warnen die Arbeitsmarktforscher.



Auch in Österreich sind die Prognosen rund um den Arbeitsmarkt pessimistisch. "Im Augenblick ist die Arbeitslosigkeit extrem hoch und in absehbarer Zeit ist auch kein Rückgang zu erwarten", so eine Angestellte der Arbeiterkammer auf Anfrage von pressetext. Wie die Voraussagen der Experten, ist die Einstellung der Österreicher ebenfalls düster. Drei Viertel der Österreicher sehen der Zukunft des Arbeitsmarktes mit wachsender Sorge entgegen, wie eine Telefonstudie der Markant Market Research GmbH belegt.

Die IAB-Studie weist in der Beschäftigungsfrage auf ein Problem hin, das in politischen Entscheidungen miteinbezogen werden sollte. Der seit Jahren anhaltende Stillstand der Bildungsentwicklung könnte in Kombination mit der abnehmenden Zahl jüngerer Arbeitskräfte schon bald zu einem Mangel an qualifizierten Fachkräften führen. Dies gelte umso mehr, je geringer die Bereitschaft der Wirtschaft sei, ältere Arbeitnehmer zu beschäftigen.

Im langfristigen Durchschnitt der kommenden anderthalb Jahrzehnte erwartet das IAB ein jährliches Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 1,3 Prozent. Verglichen mit den wachstumsschwachen vergangenen fünf Jahren wäre das immerhin eine Verdoppelung. Dabei sei jedoch eine konträre Entwicklung zwischen Ost- und Westdeutschland absehbar. Während im Westen die Zahl der Erwerbstätigen bis 2020 mit 2,3 Mio. kräftig steigen werde, sei im Osten mit einem Abbau von einer Mio. Stellen zu rechnen. Nach wie vor sei ein eigendynamischer Aufschwung im Osten nicht absehbar, so das IAB.

Christina Schürz | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.iab.de
http://www.arbeiterkammer.at
http://www.markant.cc

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