Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online lässt TV und Radio alt aussehen

20.10.2005


Internet wird Informationsmedium Nummer eins


Information und Aktualität ist online. Das werden klassische Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitungen in den kommenden fünf Jahren zu spüren bekommen. Online-Medien werden einen Trend fortsetzen, der im Anzeigenbereich bei Immobilien, Jobsuche und Autos längst begonnen hat: Sie werden zu ernsthaften Konkurrenten für Fernsehen, Radio und Printmedien in Sachen Information. Davon geht die aktuelle Studie "mediareports" des Marktforschers Prognos für Deutschland, Österreich und die Schweiz aus. Das Internet wird demnach aktueller, farbiger und professioneller und raubt damit den klassischen Medien den Neuigkeitswert.

Online-Medien bündeln das Interesse und die Nachfrage nach aktueller Information. Sie lassen die abendlichen TV-Nachrichten alt aussehen, weil die Inhalte immer mehr Zusehern bereits aus dem Internet bekannt sind. Vor allem jüngere Menschen tendieren dazu, sich zuerst online zu informieren. Fernsehen und Radio verlieren dennoch nicht an Nutzungszeit. "Das ist empirisch nicht nachweisbar", erklärt Daniel Hürst vom "mediareports"-Team im Gespräch mit pressetext. "Es gibt noch keine eindeutige Wanderungsbewegung zu Online-Medien, auch nicht bei jungen Zielgruppen", so Hürst. In Zukunft könnte sich das durch eine immer breitere Nutzung von Online-Medien aber ändern.


Bis 2009 werden laut Prognos knapp 30 Mio. Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuhause einen Internetzugang haben. Gewinner dieser Entwicklung seien vor allem die großen General-Interest-Portale. In Deutschland sieht Prognos die drei Marken Spiegel Online, Bild.de und RTL.de an der Spitze. Österreich ist auch im Online-Bereich von den Webauftritten des öffentlich-rechtichen ORF und der Nachrichten-Illustrierten News dominiert. In der Schweiz ziehen vor allem Online-Ausgaben von Tageszeitungen die User an: Die drei Top-Adressen im Web sind Blick.ch, NZZ.ch und tagesanzeiger.ch.

Die großen Portale haben auch die besten Chancen sich ein beachtliches Stück des Online-Werbekuchens zu sichern. Bis 2009 geht Prognos von einem jährlichen Wachstum der Werbung im Internet von bis zu 22 Prozent aus. Damit wachse Online-Werbung in allen drei Ländern stärker als andere Werbeträger. Dennoch werde das Internet ein Nischenmarkt der Werbung mit Marktanteilen weit hinter Fernsehen, Radio und Printmedien bleiben. In Deutschland rechnet Prognos 2009 mit einem Anteil der Online-Werbung von 1,8 Prozent, in Österreich von 1,6 Prozent am gesamten Werbemarkt, so Hürst auf Anfrage von pressetext.

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.prognos.com

Weitere Berichte zu: Online Online-Medien Online-Werbung Printmedien

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften