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Rosige Zukunft für Private Equity-Branche

13.10.2005


Deloitte Private Equity Survey drittes Quartal 2005: gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Neuauflage von Fonds schüren branchenweiten Optimismus - Stimmungsindikator mit stärkstem Anstieg seit zwei Jahren

Der Einfluss der aktuellen politischen Diskussionen auf den Private Equity-Markt ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar. Dessen ungeachtet blickt die Branche der Zukunft allerdings äußerst optimistisch entgegen. Das geht aus der aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte hervor, die vierteljährlich 1.100 Private Equity-Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt.

Nach einer Abschwächung im zweiten Quartal 2005 erreicht der von Deloitte ermittelte Private Equity-Stimmungsindikator mit 127 Punkten erneut ein Hoch. Mit einem Anstieg von 10 Punkten gegenüber dem Vorquartal erzielt er den stärksten Zuwachs seit zwei Jahren. Verantwortlich für den deutlichen Aufschwung zeichnen vor allem die positive Einschätzung des zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Klimas und die verbesserten Aussichten zur Auflage neuer Fonds.

Der branchenweite Aufwärtstrend bestätigt sich auch in der Beurteilung der finanziellen Lage der Beteiligungen. 75 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung der Situation. Konkret sehen die PE-Manager zwei Ansatzpunkte zur Wertsteigerung ihrer Teilhaberschaft: 84 Prozent halten eine finanzielle Beteiligung des Managements an der Gesellschaft für unabdingbar, 73 Prozent nennen zusätzlich die Verfolgung von Outperformance-Strategien gegenüber Wettbewerbern.

Unternehmensaktivitäten und Exit-Strategien zeichnen weitestgehend ein unverändertes Bild. Auf Grund des nach wie vor hohen Liquiditätszuflusses in die Branche bilden Neuinvestitionen mit 74 Prozent der Stimmen weiterhin den Tätigkeitsschwerpunkt bei den Unternehmensaktivitäten, ebenso wie Trade Sales (93 Prozent) und SBOs (65 Prozent) bei den Exit-Strategien.

Die Schwerpunktthemen der aktuellen Umfrage waren zum einen die politischen Einschätzungen der Private Equityhäuser kurz vor der Bundestagswahl und zum anderen der Branchenfokus im Bereich Sportartikel.

Deloitte stellte die Frage nach den Aussichten der Branche unter einer liberal-konservativen Regierung. Vor der Wahl erhofften sich 59 Prozent der befragten Private Equity-Manager eine Verbesserung gegenüber der bisherigen rot-grünen Koalition. "Jetzt muss sich zeigen, ob die neue Regierung in der Lage ist, den dringend benötigten Reformkurs durchzusetzen. Dies wird sich auch in der Entwicklung des Private Equity-Sektors widerspiegeln.", meint Karsten Hollasch, Partner im Bereich Transaction Services bei Deloitte in Düsseldorf.

Von einer neuen Bundesregierung erwartet die Branche vor allem regulatorische und steuerliche Maßnahmen. 65 Prozent der Befragten wünschen sich eine Lockerung der Regularien für Pensionskassen zur Investition in Private Equity-Fonds. Weitere signifikante Nennungen betreffen die Einführung steuerlicher Anreize für Privatanleger im Rahmen von PE-Investitionen (43 Prozent) und die Veränderung der Besteuerung von Veräußerungsgeschäften (35 Prozent).

Der Branchenfokus beschäftigte sich mit dem Sportartikelmarkt und der Frage, welche Marktsegmente aus Sicht der Private Equity-Gesellschaften lohnenswert erscheinen. Rund 41 Prozent aller Befragt nannten hier den Bereich Sporttextil- beziehungsweise Sportschuhe als besonders aussichtsreich. Daneben gaben 38 Prozent den Bereich Sportrechtehändler als attraktives Segment innerhalb der Sportbranche an. Weitere 35 Prozent erachten Sportgerätehersteller als lukrativ.

"Der adidas/Reebok-Deal hat deutlich gezeigt, dass der Sportmarkt derzeit in Bewegung ist. Allmählich werden auch die Private Equity-Unternehmen darauf aufmerksam", erklärt Karsten Hollasch. "Erst im September hat die PE-Gesellschaft Cinven die weltweit größte Fitnesskette Fitness First für umgerechnet 1,2 Mrd. Euro an den Konkurrenten BC Partners veräußert", so Hollasch weiter.

Die Umfragedetails

Das Private Equity- und Venture Capital-Team von Deloitte untersucht die Erwartungen und Aussichten der beiden Branchen durch zwei sektorspezifische und regelmäßig vierteljährlich durchgeführte Studien, die Private Equity-Survey und das Venture Capital Barometer. Zu ihren Markteinschätzungen für die nächsten zwei Quartale wurden mehr als 1.100 Investmentmanager der Venture Capital- und Private Equity-Branche mittels Fragebogen befragt. Deloitte Private Equity- und Venture Capital-Umfragen erscheinen in den Ländern Australien/Neuseeland, USA, Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Hong Kong/China, Israel, Italien, Kanada, Niederlande, sowie für Central Europe in Ländern wie Polen, Tschechische Republik, Ungarn.

Die Umfrage ist als pdf-Datei erhältlich (deutsch oder englisch).

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit über 3.200 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 90 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus fast allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 120.000 Mitarbeitern in nahezu 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig, auch wenn es unter dem Namen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht.

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Antonia Wesnitzer | presseportal
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