Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

E-Mail überholt SMS

27.09.2005


Der Siegeszug der E-Mail erreicht nach dem Internet nun auch den Mobilfunksektor: Für mehr als jeden zweiten Entscheider der Telekommunikationsbranche ist E-Mail der wichtigste Dienst in der mobilen Kommunikation. Damit verdrängt die elektronische Post die Kurznachricht SMS (42 Prozent) sowie Sprache (39 Prozent) auf die Plätze zwei und drei. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie TELCO Trend, die von der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagementsoftware Inworks durchgeführt wurde.


Die E-Mail, bereits heute wichtigster Dienst im Internet, bietet ein großes Potenzial für die mobile Nutzung. Insbesondere Unternehmen profitieren von den Vorteilen der E-Mail gegenüber SMS. Mitarbeiter können Reise- oder Wartezeiten effektiver nutzen, indem sie beispielsweise ihre Firmen-E-Mails von unterwegs aus abfragen und bearbeiten können. Abläufe werden somit effizienter und Mitarbeiter werden in die Lage versetzt, in sehr kurzer Zeit auf Nachrichten zu reagieren.

Demgegenüber spielen Unterhaltungsdienste wie beispielsweise Klingeltöne oder Spiele eine geringere Rolle für die Telekommunikationsentscheider. Nur 16 Prozent der Befragten zählen Entertainment momentan zu den drei wichtigsten Angeboten, die per Handy genutzt werden. Die Ausnahme bilden die Musikdownload-Angebote: Mehr als die Hälfte der Befragten geht von einer starken Entwicklung in diesem Segment aus. „Das mobile Musikgeschäft wird schon bald zu einem zentralen Geschäftsfeld im mobilen Unterhaltungsgeschäft aufsteigen“, prognostiziert Bernd Janke, Telekommunikationsexperte der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting. „Darüber hinaus werden sich mobile Kontaktportale sowie Nachrichtendienste etablieren.“ Die Videotelefonie wird dem „Mobile Entertainment“ hingegen kaum neue Wachstumsimpulse geben. Nur knapp 20 Prozent der Befragten bescheinigen dem bebilderten Telefonieren eine starke Marktentwicklung bis 2008.


Die wichtigsten Dienste für die mobile Kommunikation:

E-Mail: 52 Prozent
SMS: 42 Prozent
Sprache: 39 Prozent
Informationen/Nachrichtendienste: 20 Prozent
Entertainment: 16 Prozent

Damit das mobile Unterhaltungsgeschäft weiter wächst, wollen Hersteller, Netzbetreiber sowie Serviceanbieter ihre Produktentwicklung noch stärker auf die Kundenbedürfnisse ausrichten. Die große Mehrheit der Verantwortlichen der Telekommunikationsunternehmen (87 Prozent) gibt günstigen Einstiegstarifen und Schnupperangeboten die größten Chancen, um den Markt für mobile Entertainmentangebote weiter voranzutreiben. 71 Prozent halten Flatrate-, Abonnement- oder Pay-per-Use-Tarife für Erfolg versprechende Preismodelle. Jeweils knapp 40 Prozent der Befragten setzen auf hochwertige Inhalte sowie einfach zu bedienende Anwendungen.

Joerg Forthmann | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de

Weitere Berichte zu: Entertainment SMS Unterhaltungsgeschäft Unternehmensgruppe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics