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Hautkrebs: Impfung statt Chemotherapie

22.09.2005


Zell- und Genforschung ermöglicht neue Wege

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Hautkrebs soll sich nach Einschätzung von Dermatologen schon bald mit sogenannten therapeutischen Impfungen behandeln lassen. Im Bereich des metastasierenden schwarzen Hautkrebses gäbe es hier vielversprechende Ansätze, ist Martin Röcken, Leiter der Tübinger Hautklinik, im Vorfeld des morgen beginnenden internationalen Dermatologenkongresses überzeugt. Gegenüber pressetext erläutert er derzeitige Forschungsansätze und fasst Auswirkungen auf die Krebstherapie zusammen.

Laut Röcken werden momentan zwei Behandlungsansätze verfolgt: "Einerseits geht es um die Weiterentwicklung bestehender Impfmethoden, die darauf abzielen, körpereigene Wächter- und Effektorzellen nach vollzogener Laborbehandlung wieder dem Körper zuzuführen" , so Röcken, der darauf hinweist dass damit das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen die Tumorzellen entscheidend gestärkt werden könne. "Andererseits konzentriert sich die Forschung auf die Frage, warum es überhaupt zu asozialem Verhalten von Tumorzellen kommt und wie der Wachstum dieser Zellen durch direkt in die krankhafte Kaskade eingesetzte Zellmoleküle zum Stillstand gebracht werden kann", so Röcken weiter.


Beide Ansätze, die in laufenden Studien weiter erprobt werden, seien für die Weiterentwicklung von Behandlungsmethoden und die Verbesserung von Heilungschancen zukunftsweisend, ist Mark Berneburg, Privatdozent der Uniklinik Tübingen, überzeugt. "Angesichts der Verdopplung von Hautkrebserkrankungen innerhalb aller zehn Jahre und dem damit verbundenen Umstand, dass der schwarze Hautkrebs in absehbarer Zeit zu den häufigsten Krebsarten zählen wird, müssen hier neue Wege zur Bekämpfung gefunden werden", so Berneburg. Der stattfindende Kongress sorge hierbei für neue Impulse und ermögliche einen wertvollen Erfahrungsaustausch.

Neben dem Thema der Tumorerkrankungen befasst sich der die nächsten drei Tage in Tübingen stattfindende internationale Kongress außerdem mit neuesten Forschungsansätzen im Bereich der schweren Autoimmunkrankheiten und Allergien sowie der Stammzellen- und Gentherapie. Erklärter Fokus der Teilnehmer aus der ganzen Welt sei vor allem auch die Frage der Umsetzung neuer Forschungsergebnisse in die Praxis, so Röcken gegenüber pressetext abschließend.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.esdr.org

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