Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltbank: Lob für den Wirtschaftsstandort Deutschland

15.09.2005


Cover der Studie ’Doing Business in 2006’


Studie "Doing Business in 2006" würdigt Erfolg von Reformen und Bürokratieabbau


Die Reformen wirken: Nachdem bereits das renommierte Wirtschaftsmagazin " The Economist" der deutschen Wirtschaftskraft eine Titelgeschichte ("Germany’s Suprising Economy") gewidmet hat, gibt es nun auch großes Lob für den Wirtschaftsstandort Deutschland von Seiten der Weltbank.

Die gestern vorgestellte Studie "Doing Business in 2006" weist die Reformpolitik der Bundesregierung gleich in zweierlei Hinsicht als Erfolgsmodell aus: Erstens haben sich hinsichtlich der Reformdynamik in keinem anderen hoch entwickelten Industrieland die Rahmenbedingungen für Unternehmen im letzten Jahr so sehr verbessert wie in Deutschland. Mit Platz 5 zählt Deutschland damit zu den Top-Reformern weltweit. Als Folge der Reformen kann Deutschland zweitens auch absolut einen Erfolg verbuchen: Erstmals seit Beginn der Studien-Reihe 2003 gelingt der Sprung in die Top-20-Liste der Länder mit der wirtschaftsfreundlichsten Bürokratie. Damit lässt Deutschland alle großen EU-Industrienationen - mit Ausnahme Großbritanniens - hinter sich.


Zum Ergebnis der Studie äußerte sich Bundesminister Wolfgang Clement: "Die Weltbankstudie bestätigt auf eindrucksvolle Weise den Reformkurs der Bundesregierung und hebt vor allem die Fortschritte beim Arbeitsmarkt und beim Bürokratieabbau hervor. Auf beiden Feldern, so die Studie, zählt Deutschland zu den ’Top-Reformländern’ der Welt. Für uns ist die Bewertung der Weltbank Bestätigung und Ansporn zugleich, unseren Reformkurs mit Augenmaß fortzusetzen."

Die Studie wird im Auftrag der Weltbank seit 2003 jährlich durchgeführt und vergleicht die rechtlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen in insgesamt 155 Staaten der Erde. Als internationale Bürokratie-Vergleichsstudie ist sie weltweit einzigartig.

Insgesamt zehn Kriterien spielen für die Bewertung eine Rolle: Beispielweise wird untersucht wie lange es dauert und was es kostet eine Firma zu gründen, wie schnell sich Im- und Exportgeschäfte abwickeln lassen, oder wie die rechtlichen Bedingungen für Kreditaufnahmen ausgestaltet sind.

In den untersuchten Politikfeldern gab es in Deutschland im letzten Jahr Fortschritte wie in keiner anderen Industrienation. Die Weltbank lobte insbesondere die deutschen Reformen am Arbeitsmarkt, die Vereinfachungen des grenzüberschreitenden Handels, die Vereinfachungen sich als Unternehmer selbständig zu machen und die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Durchsetzung von Verträgen.

Interessant: Auch die Bestplatzierten - darunter insbesondere die skandinavischen Länder - haben ihren Unternehmenssektor staatlich reguliert, allerdings kostengünstig und wenig aufwändig. Das belegt auch, dass wirtschaftsfreundliche Strukturen durchaus mit einer ausgewogenen Sozialpolitik vereinbar sind.

Die Studie "Doing Business in 2006" ist über die Weltbank zu beziehen.

"Doing Business in 2006 - Overview" - Kurzfassung der Weltbank-Studie (Download des PDFs aus dem Webangebot der Weltbank, 254 KB, englische Fassung) unter: www.doingbusiness.org/documents/2006_overview.pdf

| BMWA - Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.doingbusiness.org
http://www.bmwa.de
http://www.worldbank.org

Weitere Berichte zu: Business Vision Weltbank Wirtschaftsstandort

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten