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Deutsche Forscher: Deutschland zweitbeste Wissenschaftsnation

13.09.2005


Wünsche der Forscher: bessere Finanzierung, mehr Selbständigkeit


Eine Umfrage im Auftrag der "Partner für Innovation" zeigt, was Wissenschaftler vom Forschungsstandort Deutschland halten. Während sie Deutschland immer noch auf Platz zwei der Wissenschaftsnationen sehen, benennen sie offen Barrieren, die ihre Arbeit behindern. Sie wünschen sich neben stärkerer finanzieller Unterstützung größere Selbständigkeiten für Wissenschaftsinstitutionen.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte im Auftrag der "Partner für Innovation" 200 Forscher aus dem Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften über den Wissenschaftsstandort Deutschland. Danach liegt Deutschland mit 82 Prozent hinter den USA (96 Prozent) auf Platz zwei der führenden Wissenschaftsnationen. Auf Platz drei folgen Japan und Großbritannien (jeweils 66 Prozent) sowie Frankreich (58 Prozent) und - weit abgeschlagen - China (18 Prozent).


Als besondere Stärke des Wissenschaftsstandorts Deutschlands wird vor allem die Qualität der akademischen Ausbildung gelobt (23 Prozent). Auch die motivierten Nachwuchskräfte, die gute Infrastruktur und die Qualifikation der Wissenschaftler heben die Befragten positiv hervor (jeweils 11 Prozent).

Befragt nach den Barrieren, die ihre derzeitige Arbeit behindern, stehen hinter unzureichender Finanzierung und Ausstattung (76 Prozent) und zu starker Reglementierung durch Politik und Gesetze (58 Prozent) auch der Mangel an Leistungsanreizen und eine schlechte Bezahlung (31 Prozent).

Als Maßnahmen, die die Qualität des Wissenschaftsstandortes Deutschland verbessern könnten, nennen die Forscher an erster Stelle eine bessere öffentliche Finanzausstattung (62 Prozent), gefolgt von einer größeren Selbständigkeit ihrer Institutionen (57 Prozent) und besseren Aufstiegsmöglichkeiten für Jungwissenschaftler (40 Prozent), um diese in Deutschland zu halten.

Führend ist Deutschland laut der Umfrage in den Wissenschaftsfeldern Auto/Verkehr/Fahrzeugtechnik (20 Prozent) und Chemie (18 Prozent). Auch die Bereiche Medizintechnik und Biomedizin werden positiv bewertet (16 Prozent). Aufholbedarf sehen die Befragten dagegen in den Bereichen Gentechnik (22 Prozent) und den Informations- und Kommunikationstechnologien (20 Prozent).

Prof. Joachim Milberg, Präsident von acatech und Vorsitzender des Lenkungskreises der "Partner für Innovation": "Die Umfrage beweist, dass Deutschland auch aus Expertensicht noch in der Spitzengruppe der Wissenschaftsnationen liegt. Jetzt kommt es darauf an, zügig die identifizierten Hindernisse abzubauen und den Wissenschaftsstandort Deutschland fit für den internationalen Wettbewerb der Zukunft zu machen."

Die "Partner für Innovation": Ideen erfolgreich machen

In der Initiative "Partner für Innovation" bündeln seit Anfang 2004 mehr als 300 Experten die Innovationskraft ihrer Unternehmen und Institutionen. Mit vereinten Kräften arbeiten sie daran, gute Ideen schnellstmöglich umzusetzen und so Deutschlands Position im internationalen Wettbewerb zu stärken.

Lars M. Heitmüller | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.partnerfuerinnovation.de

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