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Bürger setzen auf Reformen - und auf sich selbst

31.08.2005


Wirtschaftsjunioren präsentieren die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung 2005/ Bundesbürger sind zu Opfern bereit und vertrauen vor allem auf sich selbst



Die Bundesbürger sehen ihre private finanzielle Situation wieder deutlich entspannter. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen hält ihren Arbeitsplatz für sicher. Zugleich wächst die Bereitschaft, für die Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes Opfer zu erbringen. Und: Die Bürger wollen vor allem für langlebige Güter und Altersvorsorge mehr Geld ausgeben. - Das sind zentrale Ergebnisse aus der Bevölkerungsbefragung 2005 der Wirtschaftsjunioren Deutschland. "Die Botschaft ist angekommen", so Thorsten Westhoff, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, bei der heutigen Vorstellung der Studie in Berlin: "Jeder muss und kann an seinem Platz das Nötige tun, um die Basis unseres Wohlstandes zu halten und für die Zukunft zu sichern."



Dabei sehen die bundesweit mehr als 8000 befragten Bürger auch die wirtschaftliche Gesamtsituation wieder etwas entspannter. Nur noch jeder Vierte geht davon aus, dass die konjunkturelle Fahrt weiter bergab geht. Um den Arbeitsplatz zu sichern, ist jeweils rund die Hälfte der Befragten bereit, unregelmäßige oder längere Arbeitszeiten zu akzeptieren. Sogar Lohneinbußen sind für rund 22 Prozent ein annehmbarer Preis. Allerdings denkt nur noch jeder Achte ernsthaft über eine Zukunft als Unternehmer nach.

Die härtesten Wettbewerber sehen die Deutschen vor allem in den Billiglohnländern - in China und den neuen EU-Ländern. Drei Fünftel sehen ihr Land als Verlierer der Globalisierung. An ihrer eigenen Qualifikation zweifeln sie darum nicht: Fast zwei Drittel sind der Auffassung, dass sie "gut" oder "sehr gut" ist. Die Ausbildungsreife des Nachwuchses allerdings bewerten jeweils rund 20 Prozent mit "mangelhaft" und "ausreichend".

Immerhin glaubt fast die Hälfte der Bundesbürger inzwischen wieder, dass sich Leistung in Deutschland lohnt. Umso entschiedener vertrauen sie auf sich selbst: Nur jeder Zehnte sieht bei den gewählten Volksvertretern noch die notwendige Kompetenz zur Lösung der Probleme. Könnten die Bürger direkt über den Haushalt entscheiden, würden drei Viertel Bildung und Forschung, zwei Drittel die Familienpolitik höher budgetieren. Für ein einfacheres Steuersystem würden fast 45 Prozent auf sämtliche Subventionen verzichten.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Sie sind seit 1958 Mitglied der rund 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).

Dr. Thomas Klugkist | directnews
Weitere Informationen:
http://www.wjd.de

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