Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

18 Prozent der Versicherungen wollen in der nächsten Zeit zielgruppenspezifischere Produkte auf den Markt bringen

09.08.2005


Mit speziellen Angeboten für Frauen, Rentner oder Kinder wollen die Assekuranzen neue Kunden gewinnen. 29 Prozent der Finanzdienstleister halten die Steigerung ihres Marktanteils für eine der wichtigsten Herausforderungen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Insurance Trend“ der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consul-ting, der Universität St. Gallen und des Versicherungsmagazins, die in Zusammenarbeit mit dem Spezialdienstleister für Umfrage- und Beschwerdemanagementsoftware Inworks durchgeführt wurde. Besonders Senioren sind für die Versicherungsunternehmen eine attraktive Zielgruppe. Der Grund: Die so genannten Best Ager haben zusammen mehr als 90 Milliarden Euro zur Verfügung, schätzen Finanzexperten.


Das Vermögen der knapp 15 Millionen Rentner und pensionierten Beamten in Deutschland hat in den vergangenen Jahren im Vergleich zu allen anderen Bevölkerungsgruppen am stärksten zugenommen. Der durchschnittliche Rentner verfügt über ein Nettovermögen von knapp 130.000 Euro, der Pensionär sogar über mehr als 252.000 Euro. Trotzdem werden 70 Prozent der Senioren nach einer aktuellen Studie seltener als einmal pro Jahr von ihrem Versicherungsvertreter besucht. Und das, obwohl sich 96 Prozent der über 60jährigen für die Themen Absicherung und Finanzservice interessieren. Die Assekuranzen haben den Nachholbedarf bei den Senioren erkannt und wollen sich nun verstärkt dieser Zielgruppe zuwenden. Besonders Schadenversicherer finden die Strategie reizvoll (20 Prozent). Bei den Personenversicherern wollen immerhin 17 Prozent mit zielgruppenspezifischen Policen punkten. Versicherungsprodukte wie eine Rentnerhaftpflicht, Absicherung für Beerdigungskosten oder eine spezielle Rechtsschutzversicherung für Senioren – jeden zehnten Euro ihres Investitionsbudgets wollen die Finanzdienstleister in den kommenden Jahren für Produktentwicklung ausgeben.

Aber auch die Pflege von Bestandskunden genießt bei den deutschen Versicherungen Top-Priorität. Sechs von zehn Versicherungen halten die Erhöhung der Kundenbindung und des Kundenvertrauens für eine ihrer größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Die Folge: Knapp 14 Prozent der Investitionen fließen bis 2007 in die Kundenbindung. Da Senioren sich vorzugsweise von einem Versicherungsvertreter beraten lassen und eine geringe Preissensibilität haben, sind sie bereits treue Kunden. Der Vorteil für die Assekuranzen: Sie können den Senioren ein Bündel, das alle für den Kunden sinnvollen Policen enthält, aus einer Hand verkaufen.


Kundenbindung hat bei Versicherungen höchste Priorität (Prozentwerte)

Erhöhung der Kundenbindung und des Kundenvertrauens: 55 Prozent
Optimierung betrieblicher Prozesse: 46 Prozent
Senkung operativer Kosten: 45 Prozent
Gewinnung von Marktanteilen: 29 Prozent
Produktinnovation/Anpassung von Marktleistungen: 23 Prozent

Joerg Forthmann | Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de/

Weitere Berichte zu: Assekuranz Finanzdienstleister Kundenbindung Zielgruppe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics