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Herzmedikament bei Behandlung von Krebs viel versprechend

09.08.2005


Digitalis könnte ohne Nebenwirkungen einsetzbar werden



Wissenschafter der University of Wisconsin-Madison haben das Herzmedikament Digoxin oder Digitalis erfolgreich für die Behandlung von Krebs optimiert. Das vom Fingerhut stammende Digitalis wird normalerweise eingesetzt, um den Herzrhythmus zu stabilisieren und einen effizienteren Herzschlag zu unterstützen. Das Team um Jon Thorson veränderte jetzt einige der Bausteine, damit der Wirkstoff auf Tumore abzielt. Die in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie macht Hoffnung, dass auch andere so genannte "natürliche" Medikamente entsprechend verändert werden können.



Die Forscher waren laut BBC in der Lage, die Zucker zu verändern, die an das Medikament angebunden sind. Bei dem dafür eingesetzten Verfahren handelt es sich um die Neo-Glyco-Randomisation. Sie verändert die Art und Weise in der Zucker bei einem Medikament gruppiert sind. Diese Veränderung führt in der Folge zu einer Veränderung der Wirkungsweise. Bei Digitalis verbesserte sich dadurch im Labor die Fähigkeit kanzeröse Zellen anzugreifen und abzutöten. Es ist laut Thorson denkbar, dass das Medikament so weit zu verändern, dass eine Krebsbehandlung ohne Nebenwirkungen für das Herz möglich wird. Der Wissenschafter geht davon aus, dass dieses Verfahren auch für die Entwicklung anderer Medikamente eingesetzt werden kann. "Wir haben es bereits mit vielen verschiedenen Kategorien versucht. Eine Ausweitung auf Antibiotika und antivirale Wirkstoffe ist möglich."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wisc.edu
http://www.pnas.org

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