Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobilfunkbetreiber wollen den Umsatz pro Nutzer durch mobile Daten-Services wie SMS und MMS erhöhen

04.08.2005


Osteuropa ist derzeit einer der am schnellsten wachsenden Handymärkte der Welt, nicht zuletzt da die vergleichsweise geringe Penetrationsrate von Mobiltelefonen in dieser Region mit enormen Wachstumschancen lockt. Im Gegensatz zu den weitestgehend gesättigten Märkten in Westeuropa hat eine Frost & Sullivan Analyse dort weiterhin substantielle Gewinnsteigerungen identifiziert.



Allerdings geraten die Mobilfunkbetreiber besonders im stark konkurrierenden Voice-Markt immer mehr unter Druck. Der Grund: Neue Nutzer mit relativ geringem Einkommen erschweren die Aufrechterhaltung des durchschnittlichen Umsatzes pro Anwender (average revenue per user - ARPU). Folglich sehen sich die Betreiber dazu gezwungen, immer mehr innovative und Mehrwert schaffende mobile Daten-Services, wie etwa den Short Message Service (SMS) und den Multimedia Message Service (MMS), anzubieten.



Mehr Umsatz durch neue Anreize zur SMS Nutzung

„Mobilfunkbetreiber sollten die Gelegenheit nutzen, die SMS-Nutzung zu steigern und damit den Umsatz anzukurbeln“, heißt es in der Analyse. „Dabei sollte der Fokus insbesondere auf dem Neukundensegment und der Suche nach neuen attraktiven, für den Massenmarkt geeigneten Services liegen.“

Das Beispiel von SMS hat gezeigt, dass Messaging Services für die Betreiber einen äußerst effektiven Weg zur Steigerung ihrer Umsätze darstellen. SMS ist kompatibel, bedienerfreundlich sowie preisgünstig und erfüllt damit alle erforderlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen mobilen Datenservice.

Da per SMS jedoch nur reine Textmitteilungen von nicht mehr als 160 Zeichen verschickt werden können, erwartet Frost & Sullivan, dass der Anteil von SMS an den Erträgen im mobilen Datengeschäft stetig abnimmt und von 90 Prozent im Jahr 2004 auf rund 40 Prozent im Jahr 2009 sinken wird.

Potenzial von MMS noch nicht ausgeschöpft

Anstelle von SMS werden MMS Services mit ihren fesselnden Multimedia-Funktionen und der Fähigkeit, große Datenmengen zu übersenden, mehr und mehr ins Rampenlicht rücken. So stellt MMS einerseits eine geeignete Plattform dar, auf deren Basis weitere Applikationen entwickelt werden können, und andererseits bietet es Kunden ein visuelles Plus gegenüber SMS. Entsprechend wird MMS zu einem anspruchsvolleren Übertragungsmedium für Inhalte und hochwertige Services werden.

Momentan allerdings - mehr als zwei Jahre nach der Einführung von MMS auf dem westeuropäischen Markt - sind die Erwartungen höhere Umsätze betreffend noch nicht erfüllt. Zunächst müssen noch verschiedene technische und kommerzielle Schwierigkeiten gelöst werden, bevor MMS in großem Umfang auf dem Massenmarkt eingesetzt werden kann.

Dazu gilt es, MMS als einen unabhängigen Messaging-Service und nicht als bloße Ergänzung zur SMS zu bewerben. Vielmehr kann MMS Betreibern helfen, ihre Service-Angebote zu differenzieren, indem sie attraktive und dementsprechend auch umsatzsteigernde Anwendungen anbieten – beispielsweise Grafiken, Mapping und Dating-Services. Richtig positioniert hat MMS durchaus das Potenzial, die Kundentreue zu stärken, und damit wiederum den Umsatz pro Nutzer und den Marktanteil in die Höhe zu treiben, sowie Umsatzschwankungen auszugleichen.

Interoperabilität verschiedener Betreiber ist entscheidend

Ähnlich wie auf dem westeuropäischen Markt sollten die Betreiber in Osteuropa alles an eine schnelle Umsetzung der Interoperabilität setzen, um die MMS-Penetrationsrate zu steigern. Daneben haben westeuropäische Betreiber aggressive Werbekampagnen mit dem Ziel durchgeführt, insbesondere Jugendliche von ihren alten Handys auf neue MMS-fähige Geräte umzulotsen. Entsprechend könnte sich diese Strategie auch für den osteuropäischen Markt als erfolgreich erweisen.

Den letztendlichen Durchbruch von MMS prognostiziert Frost & Sullivan für Ende diesen Jahres, sobald die wesentlichen Schwierigkeiten in Bezug auf Handygeräte und Netzwerk-Interoperabilität gelöst sind. Auch wenn MMS dann wahrscheinlich nicht das Marktvolumen von SMS erreicht, werden die erwirtschafteten Gewinne die SMS-Erträge bis zu einem gewissen Grad ersetzen. Dieser Erfolg basiert maßgeblich auf den höherwertigen und weitaus interessanteren Inhalten sowie der Technologie und Funktionalität des Messaging-Service.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan allen interessierten Lesern eine kostenfreie Einführung in den osteuropäischen SMS und MMS Markt in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen unter Angabe von Name, Firmenname, Position, Telefonnummer, Email-Adresse, Stadt und Land können gerichtet werden an Janina Hillgrub, Corporate Communications (Janina.Hillgrub@frost.com).

Janina Hillgrub | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Berichte zu: Daten-Service MMS Messaging-Service Mobilfunkbetreiber SMS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie