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Neue Studie zu Aspartam

28.07.2005


EFSA prüft die Ergebnisse



Wissenschaftler der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) werden in den nächsten Monaten eine neue Studie zu Aspartam prüfen. Italienische Forscher hatten am 14. Juli auf einer Pressekonferenz in Bologna vorläufige Ergebnisse ihrer Untersuchung zur Karzinogenität des Süßungsmittels veröffentlicht. Demnach gibt es Hinweise, dass Ratten durch Einnahme von Aspartam Tumore entwickeln können. Die Dosis liege im Bereich der für Menschen tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge. Die EFSA hat bereits erste Gespräche mit den Forschern geführt. Derzeit sieht die Behörde aber keine Notwendigkeit, Verbrauchern eine Umstellung des Ernährungsverhaltens in Bezug auf Aspartam zu empfehlen. Aspartam ist ein Süßstoff, der in kalorienreduzierten oder zuckerfreien Softdrinks und anderen Nahrungsmitteln als Zusatzstoff (E 951) verwendet wird. Seine Süßkraft ist 200-mal so groß wie die von Tafelzucker.

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Lebensmittelhersteller dürfen Zusatzstoffe erst einsetzen, wenn mögliche gesundheitliche Risiken durch den Verzehr sorgfältig bewertet worden sind. Aspartam wurde bereits in den 80-er Jahren in mehreren EU-Mitgliedsstaaten zugelassen. Dennoch wird die Sicherheit des Süßstoffs und seiner Abbauprodukte Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol heute noch stark diskutiert. Auf Grund der Resultate zahlreicher klinischer Studien, Laboruntersuchungen und Verzehrsstudien gilt der Süßstoff aber bislang als unbedenklich. Zuletzt hat der wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU im Jahr 2002 die Sicherheit von Aspartam bewertet. Dabei wurden auch zu diesem Zeitpunkt vorliegende Erkenntnisse zur Karzinogenität bei Mensch und Tier berücksichtigt. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht hat sich bestätigt.

Das ist die Menge an Aspartam, die ein Leben lang täglich ohne gesundheitliche Bedenken aufgenommen werden kann. Die Ergebnisse des wissenschaftlichen Instituts in Bologna werden nun gemeinsam mit weiteren aktuellen Daten in das Gutachten aufgenommen. Die EFSA spricht der Risikobewertung höchste Priorität zu.

Heike Heinrichs | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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