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Nanotechnologie eröffnet neue Perspektiven für die Automobilindustrie

20.07.2005


Leistungsstarke und kosteneffektive Lösungen versprechen Potenzial



Die steigende Nachfrage nach hochwirksamen und leistungsstarken Materialien zusammen mit einer immer strengeren Gesetzgebung in puncto Abgaswerte, Sicherheit und biologischer Abbaubarkeit erhöhen die Attraktivität der Anwendung von Nanotechnologie auf dem globalen Automobilmarkt beträchtlich. Zusätzlich werden Automobilhersteller durch das Angebot kostengünstiger Lösungen motiviert, Nanotechnologie in zunehmendem Maße anzuwenden.



Nanotechnologie ermöglicht Kosteneinsparungen

Nanotechnologie - verschiedene Arten der Analyse und Bearbeitung von Materialien, die ein bis einhundert Nanometer (ein millionstel Millimeter) groß sind - eröffnet der Automobilindustrie Zugang zu neuen und effektiven Mitteln, um Kosten zu reduzieren. Insbesondere gilt dies für die Bereiche Lacke, Beschichtungen und Abgaskatalysatoren. So ist beispielsweise die Wirksamkeit einer einzigen Lage einer auf Nanomaterial basierten Beschichtung vergleichbar mit drei Lagen von konventionellen Beschichtungen. Darüber hinaus sollen Nanomaterialien den Einsatz von seltenen und extrem teuren Metallen in Katalysatoren und Brennstoffzellen verringern und so ab dem Jahr 2010 zu Einsparungen von mindestens einer Milliarde US-Dollar jährlich führen.

Ein weiterer Vorteil von Nanomaterialien ist, daß diese mit exakten Eigenschaften sowie einheitlichen Formen und Größen kundenspezifisch hergestellt werden können. Auf diese Weise kann die Ausschußmenge, welche sonst infolge spezifischer Materialdeformierungen aufgetreten wäre, reduziert werden. Damit würde neben signifikanten Kostenersparnissen gleichzeitig eine Verbesserung der Qualität erreicht werden.

Nachfrage nach leichtgewichtigen Materialien steigt

Strenge Auflagen in Zusammenhang mit dem Umweltschutz und einem reduzierten Energieverbrauch haben die Nachfrage nach leistungsfähigen und leichtgewichtigen Materialien angekurbelt. Forschungen zufolge kann die Verwendung von Nanomaterialien in Aluminium und Magnesium eine signifikante Gewichtsreduktion von fast 25 Prozent bewirken und somit Kraftstoff ersparen und den Energieverbrauch verbessern. Gleichzeitig können Nanomaterialien als Zusatz die Kraftstoff- und Motorleistung stärker als konventionelle Kraftstofffilter steigern.

„Faktoren wie rechtliche Herausforderungen in Zusammenhang mit Abgaswerten, Recycling und Sicherheit haben den neuen Technologien den Schritt in die Automobilbranche ermöglicht", erklärt der Frost & Sullivan Analyst Rahul Nayar (www.transportation.frost.com). „All diese Bereiche sind von der Nanotechnologie adressiert worden und werden künftig von entscheidender Bedeutung bei der Entwicklung eines umweltfreundlicheren und sichereren Automobils der kommenden Generation sein."

Aufklärungsbedarf bei Endverbrauchern vorhanden

Die Nanotechnologie hat derzeit nur wenige kommerzielle Produkte anzubieten. Mangelnde Kenntnis der Endnutzer über die potentiellen Vorzüge der Nanotechnologie - etwa was Ästhetik, höhere Funktionalität und verbesserten Produkteigenschaften betrifft - hat ihren Einsatz bislang in Grenzen gehalten. Dennoch wird erwartet, dass sinkende Preise und ein wachsendes Bewusstsein die Marktdurchdringung intensivieren und einen stärkeren Gebrauch mit sich bringen werden.

„Aufgrund fehlender Größenvorteile sind die Produkte der Nanotechnologie teurer als die konventionellen", stellt Nayar fest. „In dem Maße jedoch, wie die Akzeptanz dieser Produkte in der Industrie steigt, werden auch die Preise sinken und der Anwendungsbereich wird sich stark vergrößern."

Nayar zufolge soll die Marktdurchdringungsrate der Nanotechnologie auf dem Feld der Automobilanwendungen bis zum Jahr 2015 auf 70 Prozent steigen, mit Gewinnen in Höhe von 6,46 Milliarden US-Dollar. Insbesondere Lacke und funktionale Oberflächen versprechen derzeit eine rapide Entwicklung, wobei diese Bereiche zusammen mit dem Segment Farbstoffe langfristig voraussichtlich die höchsten Gewinne erzielen werden.

70 Prozent Marktdurchdringung bis 2015 erwartet

Ein weiterer wichtiger Gewinnbringer werden wahrscheinlich die Verwendung von Nanotechnologie in leichtgewichtigen Strukturen sein, von denen einige bereits als optionale Komponenten in Fahrzeugen von General Motors erhältlich sind. Anwendungen in Verbindung mit Brennstoffzellen, Katalysatoren, Komponenten für die Wasserstoffaufbewahrung und Kraftstoffzusätzen - obgleich zumeist noch im Entwicklungsstadium - versprechen ebenfalls substantielle Profite. Der Markt für Nanomaterialien bei elektronischen Anwendungen in Fahrzeugen wird wahrscheinlich um 2008 an Schwungkraft gewinnen.

Während der Nanotechnologiemarkt in Nordamerika voraussichtlich der angesehenste und lukrativste sein wird, wird Europa in den Bereichen Beschichtungen, Lacke und Kraftstoffzusätze führend sein. Besonders Deutschland positioniert sich derzeit als ein Zentrum für Nanotechnologie-Innovationen, zumal die Nanoelektronik und die Entwicklung von Nanomaterialien dort signifikant unterstützt wird.

Allianzen werden Entwicklung der Nanotechnologie fördern

Hersteller schließen sich zunehmend zusammen, um Forschungen auf einer gemeinsamen Plattform zu betreiben. In der erwarteten Phase der Konsolidierung werden Allianzen zwischen Forschungszentren und Unternehmen vorraussichtlich kurzfristig eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Vermarktung der Nanotechnologie spielen.

„Kooperationen mit potentiellen Start-Up Unternehmen werden nützlich sein und sich sowohl für die etablierten Firmen als auch für die Neugründungen als gewinnbringend erweisen", prognostiziert Nayar. „Eine Kooperation würde einerseits den Startups bei der Vermarktung ihrer auf Nanotechnologie basierten Produkte helfen, und andererseits den etablierten Unternehmen Zugang zu völlig neuen Technologien für weiteres Wachstum und Entwicklung erlauben."

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan allen interessierten Lesern eine kostenfreie Einführung in die globale Analyse der Nanotechnologie auf dem Automobilmarkt in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen unter Angabe von Name, Firmenname, Position, Telefonnummer, Email-Adresse, Stadt und Land können gerichtet werden an Janina Hillgrub, Corporate Communications (Janina.Hillgrub@frost.com).

Titel der Analyse: Global Analysis of Nanotechnology in the Automotive Market (A816)

Frost & Sullivan

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E-Mail: Janina.Hillgrub@frost.com

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