Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Breitband in Deutschland: Breites Angebot, noch verhaltene Nachfrage

20.07.2005


  • BITKOM begrüßt die Veröffentlichung des Breitband-Atlasses durch das BMWA
  • Trotz hoher Abdeckung nutzen nur 22 Prozent aller Haushalte schnelle Internet-Zugänge


  • Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hat die Vorstellung des Breitband-Atlasses und des Breitband-Portals durch Bundesminister Wolfgang Clement begrüßt. "Diese Ausarbeitung gibt einen guten Überblick über das Angebot von schnellen Internet-Zugängen im gesamten Bundesgebiet - sie zeigt aber auch, dass es noch weiße Flecken gibt", sagte Geschäftsführer Peter Broß. "So können Netzbetreiber, Investoren und Kommunen sehen, wo sie aktiv werden können beziehungsweise wo Handlungsbedarf besteht."

    Die Ausarbeitung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) zeigt, dass es bereits heute in den meisten Gegenden schnelle Internet-Zugänge gibt. "Dank neuer Funktechnologien wie WiMAX oder UMTS wird sich die Flächendeckung zukünftig noch weiter verbessern", so Broß. Die Branche stehe aber vor der Herausforderung, den Nutzern, Unternehmen und Kommunen die Bedeutung und die Chancen von Breitbandtechnologien zu vermitteln. Dabei könne auch das neue Breitband-Portal des Wirtschaftsministeriums helfen, da es den einzelnen Nutzergruppen zusätzliche Informationen gebe. "Denn trotz der guten Verfügbarkeit nutzen heute nur rund 22 Prozent der deutschen Haushalte einen Breitbandanschluss", sagte Broß. Die Quote liege in den meisten anderen europäischen Staaten höher; in Ländern wie Südkorea, Japan und Kanada liege sie gar zwischen 50 und 80 Prozent. "Bei solch hohen Nutzerraten rechnet es sich natürlich für Investoren viel eher, flächendeckend auszubauen." Ein verstärktes Angebot von breitbandigen Diensten kann zudem die Nachfrage nach schnellen Internet-Anschlüssen ankurbeln. Daher sollten insbesondere auch staatliche Stellen mehr Services online anbieten. Damit sparen Bürger, Unternehmen und die staatlichen Stellen selbst Zeit und Kosten.


    Die Ausarbeitung im Auftrag des BMWA hatte im Januar 2005 begonnen. Sie zeigt, nach Gemeinden und Regionen geordnet, in welchen Gebieten welche schnellen Internet-Zugänge verfügbar sind und nennt deren Anbieter. Broß: "Der Atlas ist ein gutes Beispiel für eine effektive Zusammenarbeit von Verwaltung und Wirtschaft: Die Unternehmen haben die Informationen bereitgestellt, das Ministerium hat sie verarbeitet."

    Ansprechpartner für die Presse:
    Marc Thylmann
    Tel. 030 / 275 76-111, Fax -51-111
    E-Mail m.thylmann@bitkom.org

    Referat Telekommunikation:
    Manfred Breul
    Tel. 030 / 275 76-260, Fax -51-260
    E-Mail m.breul@bitkom.org

    Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt 1300 Unternehmen, davon 700 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Produzenten von Endgeräten und Infrastruktursystemen sowie Anbieter von Software, Dienstleistungen, neuen Medien und Content. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

    Cornelia Kelch | BITKOM
    Weitere Informationen:
    http://www.bitkom.org

    Weitere Berichte zu: Breitband Breitband-Atlas Internet-Zugang

    Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

    nachricht Ab ins Ungewisse: Über das Risikoverhalten von Jugendlichen
    19.01.2017 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

    nachricht Der Klang des Ozeans
    12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

    Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

    Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

    Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

    Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

    An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

    Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

    Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

    For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

    According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

    Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

    Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

    Rot und salzig
    Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

    Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

    Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

    Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

    Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

    Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

    An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

    Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

    Anzeige

    Anzeige

    IHR
    JOB & KARRIERE
    SERVICE
    im innovations-report
    in Kooperation mit academics
    Veranstaltungen

    Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

    23.01.2017 | Veranstaltungen

    Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

    20.01.2017 | Veranstaltungen

    Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

    19.01.2017 | Veranstaltungen

     
    VideoLinks
    B2B-VideoLinks
    Weitere VideoLinks >>>
    Aktuelle Beiträge

    Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

    23.01.2017 | Geowissenschaften

    Immunabwehr ohne Kollateralschaden

    23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

    Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

    23.01.2017 | Physik Astronomie