Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesetzliche Richtlinien treiben Standardisierung der IT-Industrie im europäischen Gesundheitswesen an

11.07.2005


Gesetzliche Richtlinien werden auf dem europäischen IT-Markt für das Gesundheitswesen immer wichtiger, wenn es um die Regelung von Standards geht, welche einheitliche IT-Lösungen schaffen sollen. Strategien und politische Maßnahmen sind in zunehmendem Masse erforderlich, um den grenzüberschreitenden Zugang zu medizinischen Patientendaten sowie die Mobilität der Patienten innerhalb der Europäischen Union (EU) zu verbessern und Systeme zur Minimierung klinischer Fehler und zur Erhöhung der Sicherheit der Patienten zu schaffen.



Verschiedene Pionierprojekte zur Modernisierung der IT im Gesundheitswesen, wie das „National Programme for Information Technology“ (NPfIT) in Großbritannien und die Initiativen für elektronische Gesundheitskarten in Frankreich und Deutschland werden das Wachstum in der Industrie ankurbeln. „Aufgrund solcher Projekte wird der europäische IT-Markt im Gesundheitswesen ein stetes Wachstum erfahren,“ bemerkt Industriemanager Siddharth Saha von Frost & Sullivan (http://healthcare.frost.com). „Ein signifikantes Wachstum ist in den Bereichen RIS/PACS (Radiologieinformationssysteme und medizinische Bildarchivierungs- und Kommunikationssysteme), elektronischen Patientenakten (EPA-Systemen) und bei computergestützten ärztlichen Leistungsanforderungs-systemen (CPOE) zu erwarten.“



Einige der Messaging- und Terminologiestandards, die gegenwärtig in der Industrie verwendet werden, sind das „European Committee for Standardisation“ (CEN), die „International Standards Organisation“ (ISO) und der „Digital Imaging and Communication in Medicine“ (DICOM). Jedoch werden diese Standards nicht allgemein in Produkt-Portfolios benutzt. Auch die Interoperabilität zwischen den Systemen, die einige oder alle dieser Standards benutzen, muss noch bewiesen werden.

Kräftespiel in der Industrie verändert sich

Die Verordnungen für IT-Systeme im Gesundheitswesen werden voraussichtlich sowohl den öffentlichen als auch den privaten Bereich der Industrie beeinflussen. Im öffentlichen Sektor hängt die Verwendung von IT-Systemen weitgehend von den Haushaltszuweisungen ab. Allerdings sorgt ein sich veränderndes Kräftespiel in der Industrie dafür, dass der Schwerpunkt mehr und mehr auf Prozesse gelegt wird, die die klinische Effizienz optimieren und gleichzeitig die Kosten eindämmen, ohne dabei die Qualität zu beeinträchtigen. Da die Gesundheitsbehörden bei der Festlegung von Verordnungen eine entscheidende Rolle spielen werden, ist im öffentlichen Sektor eine weitreichende Standardisierung zu erwarten, sowohl was die Produkteigenschaften als auch die Implementierungskosten betrifft.

Auch der private Sektor steht dem Einsatz von IT-Lösungen und –Systemen offen gegenüber und bemüht sich, neuen Verordnungen und Standardisierungs-erfordernissen zu genügen. „Anbieter von IT-Lösungen stehen nun vor der Aufgabe, Einrichtungen hinsichtlich der Konformität ihrer Produkte und Dienstleistungen mit den rechtlichen Bestimmungen zu überzeugen,“ meint Saha.

Mehr Investitionen durch Standardisierung

Die Verordnungen werden auch technologische Innovationen auf dem europäischen Markt fördern, denn sobald Standardisierungen in der Industrie geschaffen worden sind, wird eine höhere Kundenzufriedenheit und der vermehrte Einsatz von Systemen die Bereitstellung eines größeren Investitionskapitals für die Technologie-Entwicklung ermöglichen.

Die Verwendung allgemeiner Standards wird dazu beitragen, einen offenen Markt zu schaffen mit dem positiven Effekt, dass Systemhändler den europäischen und globalen Markt bedienen können, ohne dafür spezifische Lösungen für einzelne Länder entwickeln zu müssen. Grenzüberschreitende Kommunikation und Anwendung werden einfacher sein als jemals zuvor.

Nun gilt es für Systemhändler und –Implementierer die Entwicklungen in der Industrie genau zu beobachten. Besonders Händler, die bereits Erfahrungen mit nordamerikanischen Compliance-Programmen gemacht haben, können von den Möglichkeiten in Europa profitieren und sich kurzfristig einen Wettbewerbsvorteil schaffen. „Frost & Sullivan ist überzeugt, dass die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben diesen Wettbewerbsvorteil bieten wird, auch für Händler von lokalen und Nischenprodukten sowie für globale Unternehmen,“ folgert Saha.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan allen interessierten Lesern eine kostenfreie Einführung in die Strategische Analyse der Auswirkungen gesetzlicher Bestimmungen auf die IT-Märkte im Gesundheitswesen in Europa in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen unter Angabe von Name, Firmenname, Position, Telefonnummer, Email-Adresse, Stadt und Land können an Katja Feick, Corporate Communications (katja.feick@frost.com), gerichtet werden.

Titel der Analyse: Strategic Analysis of the Impact of Regulations on the Healthcare IT Industry in Europe (Code B436)

Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die ihre Kunden bei allen strategischen Entscheidungen zur lokalen als auch globalen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten unterstützt. Analysten und Berater erarbeiten pragmatische Lösungen, die zu überdurchschnittlichem Unternehmenswachstum verhelfen. Seit mehr als vierzig Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über ein einzigartiges Spektrum an Dienstleistungen und einen enormen Bestand an Marktinformationen. Frost & Sullivan arbeitet mit einem Netzwerk von mehr als 1000 Industrieanalysten, Beratern und Mitarbeitern und unterhält 19 Niederlassungen in allen wichtigen Regionen der Welt.

Weitere Informationen:

Katja Feick
Corporate Communications
Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel.: 069-77033-12
Fax: 069-234566
E-Mail: katja.feick@frost.com

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://healthcare.frost.com
http://www.presse.frost.com

Weitere Berichte zu: Gesundheitswesen IT-Lösung Standardisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften