Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fehlende Prozesse: Deutsche IT-Abteilungen arbeiten meist auf Zuruf

05.07.2005


Der Mehrheit der deutschen Unternehmen fehlen klare Arbeitsprozesse für die Zusammenarbeit zwischen IT-Abteilung und Fachabteilungen: Bei 52,4 Prozent der Firmen arbeiten die IT-Fachkräfte einfach auf Zuruf der Fachabteilungen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „IT-Budget 2005“ der Fachzeitschrift Informationweek, die mit Unterstützung von Steria Mummert Consulting ausgewertet wurde. An der Studie nahmen 505 Fach- und Führungskräfte aus IT-Abteilungen deutscher Unternehmen teil. Von ihnen gaben lediglich 43,4 Prozent an, klar definierte Arbeitsprozesse für die Zusammenarbeit zwischen IT und anderen Abteilungen im Unternehmen zu haben. Erfreulich ist, dass große Unternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern zu 77 Prozent die Arbeitsabläufe ihrer IT-Spezialisten eindeutig festgelegt haben.



Klar abgegrenzte Arbeitsprozesse bei den IT-Abteilungen vermisst man dagegen besonders bei kleineren Unternehmen mit 20 bis 100 Mitarbeitern. Hier gibt es nur bei rund 23 Prozent der Firmen klare Regelungen der Zusammenarbeit zwischen IT-Spezialisten und Mitarbeitern. Dabei haben rund 90 Prozent der Unternehmen eine interne IT-Abteilung oder eine dafür zuständige Person.



Wenn klar definierte Arbeitsprozesse fehlen, verwundert es nicht, dass sich Mitarbeiter von ihrem IT-Support missverstanden fühlen. Rund jeder zehnte Befragte gibt an, dass die IT-Mitarbeiter oftmals Probleme der Anwender mit der Informationstechnologie nicht verstehen. Mehr als zehn Prozent der Umfrageteilnehmer glauben zudem, dass die IT-Abteilung Arbeitsabläufe verkompliziert anstatt sie zu beschleunigen. Als Folge von unklarer Zuständigkeit und häufigen Missverständnissen sieht jeder fünfte Befragte in dem IT-Support in erster Linie einen zusätzlichen Kostenfaktor.

Zusammenarbeit von IT- und Fachabteilungen

Gesamt: Es gibt klar definierte Prozesse 43,4 Prozent, Zusammenarbeit erfolgt auf Zuruf/bei Bedarf 52,4 Prozent, Ist gar nicht geregelt 4,1 Prozent

Bis 19 Mitarbeiter: Es gibt klar definierte Prozesse 13,8 Prozent, Zusammenarbeit erfolgt auf Zuruf/bei Bedarf 81,5 Prozent, Ist gar nicht geregelt 4,6 Prozent

20 bis 99 Mitarbeiter: Es gibt klar definierte Prozesse 22,5 Prozent, Zusammenarbeit erfolgt auf Zuruf/bei Bedarf 70,4 Prozent, Ist gar nicht geregelt 7,0 Prozent

100 bis 499 Mitarbeiter: Es gibt klar definierte Prozesse 42,7 Prozent, Zusammenarbeit erfolgt auf Zuruf/bei Bedarf 52,2 Prozent, Ist gar nicht geregelt 5,1 Prozent

500 bis 1.999 Mitarbeiter: Es gibt klar definierte Prozesse 53,2 Prozent,Zusammenarbeit erfolgt auf Zuruf/bei Bedarf 45,7 Prozent, Ist gar nicht geregelt 1,1 Prozent

2.000 und mehr: Es gibt klar definierte Prozesse 76,6 Prozent, Zusammenarbeit erfolgt auf Zuruf/bei Bedarf 19,5 Prozent, Ist gar nicht geregelt, 3,9 Prozent

Dennoch werden die IT-Abteilungen nicht nur kritisiert. So geben rund zwei Drittel der Befragten an, dass der IT-Support die Anforderungen der Fachabteilungen umsetzt und dabei aktiv hilft, Geschäftsprozesse zu optimieren. In 34 Prozent der Unternehmen setzen die IT-Spezialisten sogar nicht nur Anforderungen der anderen Abteilungen um, sondern betreiben aktives Consulting. Häufig sind die IT-Mitarbeiter auch aktiv an der Kostenkontrolle des Unternehmens beteiligt.

Hintergrundinformationen

Die Presseinformation basiert auf der aktuellen Studie „IT-Budget 2005“ der IT-Fachzeitschrift InformationWeek. In einer Online-Befragung wurden zwischen Dezember 2004 und Januar 2005 505 IT-Manager und IT-Verantwortliche aus deutschen Unternehmen zu ihren Investitionsplänen für das laufende Jahr interviewt. Die Analyse der Daten erfolgte mit Unterstützung der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting.

Joerg Forthmann | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.steria.de
http://www.mummert-consulting.de

Weitere Berichte zu: Arbeitsprozess Fachabteilung IT-Abteilung IT-Spezialist IT-Support

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie