Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wohnen in der Nähe eines Kernkraftwerkes soll unbedenklich sein

29.06.2005


Kontakt mit radioaktiver Strahlung erhöht bei AKW-Mitarbeitern Krebsrisiko



Der Kontakt mit einer geringen Strahlungsmenge steht mit einer leichten Erhöhung des Krebsrisikos in Zusammenhang. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie mit Mitarbeitern von Kernkraftwerken gekommen. Ein internationales Team wertete die Daten von 407.000 Arbeitnehmern aus 15 Ländern aus, die rund 13 Jahre lang begleitet wurden. Die im British Medical Journal veröffentlichte Studie geht davon aus, dass bis zu zwei Prozent der Todesfälle durch Krebs auf den Kontakt mit der Strahlung zurückzuführen sind. Ein erhöhtes Risiko für Menschen, die in der Nähe eines Kernkraftwerkes leben, bestehe jedoch nicht. Ionisierungsstrahlung gehört zu den bekannten Ursachen von Krebserkrankungen.



Die meisten Studienteilnehmer waren männlich und waren mindestens ein Jahr in entsprechenden Produktionseinrichtungen oder in damit in Zusammenhang stehenden Aktivitäten wie Forschung, der Abfallentsorgung, der Produktion von Brennmaterial oder Waffen beschäftigt. 90 Prozent der Mitarbeiter waren einer zunehmenden Strahlenmenge von unter 50 Millisieverts (mSV) ausgesetzt und weniger als ein Prozent mehr als 500 mSv. Faktoren wie Alter, Dauer der Beschäftigung und der sozioökonomische Status wurden bei der Beurteilung der Daten berücksichtigt. Fast 200 Teilnehmer starben an Leukämie, 6.519 an anderen Krebsarten.

Die Wissenschafter erklärten, dass ein bis zwei Prozent dieser Todesfälle auf den Kontakt mit der Strahlung zurückzuführen sein dürften. Die Risikoschätzungen der Studie entsprächen den derzeitigen Schutzbestimmungen. Viele der Studienteilnehmer seien in den frühen Jahren der Nutzung der Kernkraft höheren Strahlenmengen ausgesetzt gewesen. Colin Muirhead von der Radiological Protection Division erklärte gegenüber der BBC, dass die Ergebnisse den Erwartungen des Teams entsprochen hätten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://bmj.bmjjournals.com
http://www.hpa.org.uk/radiation

Weitere Berichte zu: Kernkraftwerk Strahlenmenge Strahlung Studienteilnehmer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten